Lanzarote und La Geria

3. November 2021

Urlaub auf Lanzarote oder den übrigen kanarischen Inseln haben wir eigentlich nie in Erwägung gezogen. Zu Unrecht, wie wir schon nach ein paar Tagen auf der Insel festgestellt haben.

Eigentlich wären wir jetzt auf einer Transatlantik Überfahrt nach Fort Lauderdale. Diese Kreuzfahrt haben wir storniert, da die Einreise in die USA für Europäer bis zum 8 . November nicht erlaubt ist. Im Stornieren und Umbuchen sind wir sehr geübt, die Fähre nach Sizilien z.B. haben wir zum vierten Mal umgebucht, immer in der Annahme, bis dahin haben wir die Pandemie im Griff….. im August haben wir allerdings wegen den Bränden die Überfahrt verschoben, nächster Versuch wäre dann Juni 2022.

Aber wir können uns nicht beklagen. Seit Januar haben wir einige Kurzferien mit der Bahn in der Schweiz gemacht und Orte besucht, die man sonst nicht unbedingt auf den Schirm hat. Oder wart ihr schon Mal für ein paar Tage in La Chaux-de-Fonds? Es lohnt sich, spannende Geschichte und Architektur.

Auch mit dem Wohnmobil waren wir viel unterwegs. Ins Val Müstair, nach Thüringen und fünf wunderschöne Spätsommerwochen auf Sardinien.

Sardinien

Aber ich schweife ab, zurück zu Lanzarote.

Lanzarote ist recht klein, so um die 60 km lang und etwa 30 km breit, bei der Breite gibt es verschiedene Angaben. Entweder ist die Insel elastisch oder das Messen erweist sich als überaus schwierig, keine Ahnung. Als erste Insel überhaupt wurde Lanzarote 1993 vollständig von der UNESCO zum Biosphärenreservat erklärt.

Charco de San Gines, die „Pfütze“ in Arrecife
Zufahrt zu unserem Cottage

Nach ein paar Tagen im beschaulichen Arrecife sind wir mit unserem Mietwagen ins Weinbaugebiet „La Geria“ gefahren und haben unser Heim für die nächsten zehn Tag bezogen.

La Geria – das ungewöhnlichste Weinbaugebiet

La Geria ist UNESCO Weltkulturerbe. Die von Menschenhand gestaltete Kulturlandschaft wurde bereits 1964 vom Museum of Modern Art in New York zum Gesamtkunstwerk gekürt.

Nach den großen Eruptionen von 1730 war aller fruchtbarer Boden vernichtet. Mit Erfindergeist und Geschick schafften es die Lanzaroteños in der pechschwarzen Lava-Asche Wein zu kultivieren. Mit dem genialen System des Trockenfeldbaus speichern die porösen Lavasteinchen vor allem den Nachttau. In den gegrabenen Trichtern, von halbrunden Mauern aus Lavabrocken geschützt, ducken sich die Weinstöcke vor den starken Winden und breiten ihre Wurzeln in einem weiten Kreis nahe der Oberfläche aus, um so viel Wasser wie möglich aufzunehmen.

Blick auf unser Häuschen
Bis weit hinauf wird angebaut

Wir genießen die Ruhe, nur das Summen einer Fliege stört die absolute Stille. Wir sind im Paradies.

6 Kommentare zu „Lanzarote und La Geria

  1. Ein wunderschöner Reisebericht mit tollen Fotos. Vielleicht sollten wir der Insel doch nochmal eine Chance geben. Bei unserem ersten und einzigen Besuch hat es eine Woche lang geregnet. Die von dir beschriebenen Highlights konnten wir trotzdem besuchen und waren davon nicht weniger beeindruckt als du – auch im Regen. Freue mich schon auf weitere Berichte.

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  2. Hey, Ihr Weltenbummler. Konnte mir mehrmals beim Lesen ein Schmunzeln nicht verkneifen, wie wegen der störenden Fliege 😉 Das mit Covid19 dürfte etwas länger dauern. Hier im Tirol geht die K*cke in die nächste Runde. Hier müssen sogar geimpfte Hotelangestellte jede Woche einen PCR Test machen, Ungeimpfte täglich! Eure Übung im Stornieren könnte noch länger nicht verloren gehen.. *augenroll*

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