1. Advent in Marokko

Bruno wurde verschönert

Es ist eine Weile her, seit wir uns das letzte Mal gemeldet haben. Der Grund dafür ist ein Todesfall in der Familie, zum Schreiben war uns lange nicht zumute.
Die Weite der marokkanischen Landschaft und die oftmals sehr karge Natur wirken entspannend und auch beruhigend, sie lassen viel Zeit zum Nachdenken und Trauern.

Oft fragt man sich, wie Mensch und Tier in dieser kargen Umgebung existieren können.

Das „Brunomobil“

Die Straßen sind meistens gut, doch hin und wieder muss man auf ein Abenteuer gefasst sein, wie die nachfolgenden Bilder im Hohen Atlas bezeugen

Tizi-n-Test Pass
Tizi-n-Test Pass

Das Panorama entschädigt für die paar Schrecksekunden

… und manchmal braucht es ein wenig Geduld
die Marokkaner sind Weltmeister im Beladen
unter diesem Haufen versteckt sich ein Esel
leider ist es so, dass meistens die Frauen die schweren Lasten tragen, deshalb nennt man uns wohl das starke Geschlecht 🥴
wohin seine Reise wohl führt?
die Dörfer sind manchmal nur schwer erkennbar
Die blauen Steine von Tafraoute im Anti- Atlas.
Der belgische Künstler Jean Verame hat diese Steine 1984 mit vorwiegend blauer Farbe eingesprüht

Das einzig gute an dieser Aktion ist, dass diese großartige Stein- und Geröllwüste seither in den Reiseführern beschrieben wird. Und die Gegend ist einen Besuch wert, auch ohne die angemalten Steine –

Die Strasse zu den Steinen
unser schöner Campingplatz in Tafraoute
die Koutoubia-Moschee in Marrakesch

Wir haben fast keine verwertbaren Fotos in Marrakesch gemacht. Bei den Sehenswürdigkeiten wimmelte es nur so von Menschen und auf dem wohl berühmtesten Platz Afrikas, dem Djemaa el Fna, braucht es dafür sehr viel Nerven und noch sehr viel mehr Kleingeld. Kaum hat man den Fotoapparat gezückt, strecken sich einem die Hände von Wasserträgern, Schlangenbeschwörern und Musikanten entgegen. Da lässt man es lieber…. oder man macht die Aufnahmen heimlich, was wir aber auch nicht so richtig finden.

Dafür haben wir dieses Bild

als Palmen verkleidete Handyantennen, clever, oder?

Wir wünschen euch eine besinnliche und möglichst stressfreies Adventszeit und bis bald

einen haben wir noch

Keine Angst vor Strahlen

Volubilis

Die römische Ausgrabungsstätte Volubilis haben wir von Fès aus besucht.

Die Ausgrabungsstätte wurde 1997 von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt. Volubilis wurde um 25 n.Chr. gegründet und war die Hauptstadt des Königreichs Mauretania. Korn und Olivenöl wurden nach Rom exportiert und brachten der Stadt einen grossen Wohlstand. In ihrer Blütezeit um 200 n.Chr. lebten ca. 10‘000 Menschen in Volubilis. Bis ins 18. Jahrhundert wurde die Stadt noch bewohnt, dann wurde sie vollständig zerstört, wahrscheinlich durch das grosse Erdbeben von Lissabon 1755.

Eines der ausgegrabenen Mosaiken

Einige der ausgegrabenen Bauwerke sind besonders gut erhalten. Dazu zählen die Thermen, das Kapitol, die Basilika, das Forum und der Tempel des Jupiter. Ein besonderes Highlight stellt der Caracalla-Bogen dar….. Text aus dem Internet

Eine Therme?
Caracalla – Triumphbogen

So spannend die Geschichte von Volubilis auch sein mag, ich habe mehr erwartet und was die Mosaike angeht, wenn man die der Villa Romana del Casale auf Sizilien gesehen hat…..

Marokkos Osten

Über einer Woche unterwegs in Marokko, Zeit, uns zu melden und unsere ersten Eindrücke mit euch zu teilen.

Marokko ist ein sicheres Reiseland und man kann es auch gut alleine bereisen. Die Menschen hier sind überaus freundlich und die Händler selten aufdringlich – aber wenn, dann richtig! Aber meistens genügt ein freundliches „No, merci“ und die Sache ist erledigt. Trotzdem sind wir froh, mit der Seabridge unterwegs zu sein. Bei Pannen sind wir schon ein wenig hilflos. Es fing ja schon in Genua an. Am Vorabend der Überfahrt nach Tanger-Med bemerkte Peter, dass das WoMo ziemlich schief auf dem Parkplatz stand. Plattfuß! Da wir keine Ahnung haben, wo nur schon den Wagenheber zu platzieren ist, vom Rest ganz zu schweigen, ist eine leichte Panik ausgebrochen. Mit Hilfe des Parkplatz-Betreibers konnten wir einen Mechaniker überreden, nach Geschäftsschluss vorbeizukommen und das Rad noch am gleichen Abend zu wechseln. So sind wir mit kaputten Reserverad in Marokko eingetroffen, das inzwischen aber geflickt wurde. So weit – so gut. Doch vor ein paar Abenden hörten wir ein eigenartiges Knistern unter dem Fahrersitz, da, wo sich die meisten Sicherungen befinden. Das Herz rutschte uns vor Schreck in die Hose, es roch nach Verbranntem und wir hatten keinen Strom mehr. Eigentlich ist das kein Problem, da mit dem Sonnenpanel und Gas alles weiter funktioniert, jedenfalls für eine Weile. Aber die Unsicherheit ließ uns keine Ruhe und mit Hilfe eines sachverständigen Mitfahrers konnten wir am nächsten Tag feststellen, dass eigentlich nur die Anzeige des Stromanschlusses dahin ist – oder so, ganz verstehe ich es nicht. Aber die Aufregung……

Jedenfalls ist es gut, nicht alleine unterwegs zu sein. Gruppendruck kommt nicht auf, meistens sieht man sich nur am Abend auf dem Campingplatz und jeder fährt wirklich für sich.

Genug, jetzt lassen wir ein paar Bilder sprechen

Die riesige Médina von Fés, die älteste Altstadt Marokkos

Keine Ahnung, was die Marokkaner mit all diesen wunderbaren Gewürzen anstellen. Jedenfalls haben wir bis anhin nur sehr dürftig gewürzte und gesalzene Speisen erhalten. Nicht schlecht aber sehr fade, auch dort, wo sonst nur Einheimische essen.

Seit gestern befinden wir uns in der Wüste, unser Campingplatz liegt zwischen Palmen und Olivenbäumchen und ist eine Oase der Ruhe. Einfach wunderschön.

Wüstenidylle

Morgen machen wir einen Wüstenausflug mit einem Vierradantrieb. Auf den heutigen Kamelausritt haben wir dankend verzichtet. Den Sonnenuntergang 🍹 geniessen wir lieber vom Stuhl aus.

👋🏼👋🏼👋🏼👋🏼👋🏼👋🏼👋🏼👋🏼👋🏼👋🏼

Marokko 🇲🇦 im Wohnmobil

Marokko stand schon lange auf unserer Wunschliste, doch Mangels handwerklicher Begabung im Falle einer Panne haben wir uns eine Reise mit dem Wohnmobil in dieses wunderbare Land nicht zugetraut. Doch jetzt haben wir die Lösung gefunden. Unter dem Motto „jeder für sich – doch nicht allein“ bietet die Firma Sea-Bridge Wohnmobil-Touren in Marokko an.

Die Route ist vorgeschrieben und die Campingplätze sind reserviert, doch jeder fährt am Morgen mit dem eigenen Mobil nach Gutdünken los, hält unterwegs nach Lust und Laune an und macht so eigentlich das eigene Ding. Hat man unterwegs eine Panne, dann ist der sprachkundige Reiseleiter nur einen Telefonanruf weit entfernt. Hört sich für uns ideal an.

Die Mehrheit der Teilnehmer trifft via Algeciras/Spanien in Tanger ein, wir haben uns für die faulere Variante entschieden und nehmen schon in Genua die Fähre nach Marokko. Am nächsten Donnerstag geht es los und am Samstagnachmittag sollten wir in Tanger eintreffen. Wir sind wirklich gespannt!

Die vorgesehene Route

Wir werden uns so schnell als möglich mit hoffentlich vielen Bildern wieder melden.

Schöne Sunntig!