Montgomery Reef und King Georg Falls

Was nun folgt ist der Versuch, das Phänomen Montgomery Reef mit wenigen Worten  zu erklären. Das Reef ist 400 Quadratkilometer gross, ungefähr in der Mitte hat sich eine natürliche Rinne gebildet. Bei Flut ist dieses Reef fast gänzlich mit Wasser bedeckt, bei Ebbe fliesst das Wasser vom Reef in die zunehmend tiefer liegende Rinne und ins offene Meer zurück. Das nachfolgende Bild erklärt es eigentlich ganz gut. Was vielleicht noch wichtig ist, in den Kimberleys beträgt der Unterschied vom Wasserstand zwischen Ebbe und Flut bis zu 12 Metern!

IMG_2409
Foto aus dem Internet

IMG_6553IMG_6565

 

Am vorletzten Tag sind wir mit unserem Schiff einige Stunden lang dem King George River entlang bis zu den gleichnamigen Wasserfällen gefahren. Diese Fälle donnern in der Wet Season mit ungeheuerlicher Wucht den Felsen hinunter ins Becken.  Wir sind jetzt fast am Ende der Dry Season, deshalb ist von den Wasserfällen eigentlich nur noch ein spärlicher Strahl übrig geblieben – aber auch so ist die Fahrt entlang des Flusses bis zum Becken unvergesslich!

 

IMG_6690IMG_6702IMG_6710

IMG_6723IMG_6764

IMG_6742
Und wo sind die Wasserfälle?
IMG_2421
Genug für eine Dusche!

und so sehen die Fälle mit Wasser aus:

IMG_2413
Fotos aus dem Internet: Regen Season oder anfangs Dry Season

IMG_2417

Die Kimberleys

Wo anfangen? Wie kann man diese wunderbare, unsagbar schöne, raue, wilde, gefährliche und grandiose Küste auch nur annähernd beschreiben? Diese Stille, diese Farben….. einfach nur traumhaft!
Zwischen Broome und Darwin haben wir ausser den Wandmalereien der Indigenes nichts von Menschenhand Geschaffenes gesehen. Dafür fast jeden Tag Wale, gelegentlich Haifische und auch Krokodile. Die Kimberleys sind deshalb für Badeferien gänzlich ungeeignet. Der Lieblingsspruch unserer Guide war nicht umsonst: auch wenn ihr die Krokodile nicht seht, sie sehen euch! Na super!
Was sollen wir noch gross erklären, wir lassen jetzt einfach die Bilder für sich sprechen, vielleicht mit ein paar Erklärungen zwischendurch

Obige Malereien sind mindestens 20’000 Jahre alt

unten: Brooke, unser Guide – nicht ganz so alt – hat uns die Kultur der Indigenes näher gebracht, oder zumindest versucht

 

Landgang zu den Rubyfalls, vom Boot zum Strand mussten wir immer Badeschuhe anziehen, um ja nicht barfuss auf was Giftiges zu treten. Dabei sieht es immer so idyllisch aus!

Oben: die Kings Cascades, traurig berühmt durch den Tod von Ginger Meadows (?? = Googeln😉)

Unten: Wasserfall in einem Seitenarm des Prince Regent River

Oben: Spuren im Sand: Turtles 🐢 und Baby Turtles

 

Und noch ein paar selbstgemachte Bilder:

IMG_2367

So, genug für heute. Mehr von unserer Kimberley Expedition gibts nächstens.

Auf Wiedersehen in Darwin 🐊🐊🐊

Morgen früh, am Samstag 5. August, startet die nächste Etappe unserer Reise. Wir folgen mit der MV Reef Prince, ein 38 m langer Katamaran, der Kimberley Küste von Broome nach Darwin. Wir wurden gebeten, Shorts oder Hosen anzuziehen, die man leicht hochkrempeln kann, die Einschiffung erfolgt nämlich vom Strand aus. Hoffentlich muss ich nicht noch meinen Koffer selber an Bord schleppen, der wiegt 25 Kilo!

IMG_0015

Unsere Route

imageJetzt verabschieden wir uns erstmals von euch, denn bis Darwin haben wir wieder kein Internet ☹️

Hoch über den Kimberleys

Kimberley ist eine der neun Regionen des australischen Bundesstaates Westaustralien. Die Fläche der Kimberley-Region beläuft sich auf 424.517 km2 und ist somit fast so groß wie Deutschland und Österreich zusammen.
Die Bevölkerung beträgt ungefähr 38.000 Menschen und wächst jährlich um 4,8 %. Circa die Hälfte der Bevölkerung sind Indigenes. Uns wurde gestern erklärt, dass das Wort „Aborigines“ nicht gern gehört und deshalb immer weniger gebraucht wird.

Am nächsten Samstag beginnt unsere elftägige Cruise entlang der Kimberley Küste nach Darwin. Um uns zusätzlich auch ein Bild über das Landesinnere zu machen, haben wir einen Rundflug mit Landung in Fitzroy Crossing und am Cape Leveque gebucht.

Zusammen mit dem Piloten und einem sympathischen Ehepaar aus Adelaide, ausgerüstet mit neuen Aussie-Hüten, besteigen wir knapp vor sechs Uhr dreissig am Mittwochmorgen eine Cessna 210. Das Flugzeug hat die Grösse einer Sardinenbüchse und der Pilot sieht sehr jung aus. Ein wenig mulmig ist mir schon. Mein Leiden ist nur vor kurzer Dauer, einmal tief durchatmen….  und schon sind wir in der Luft…. airborne wie es so schön im Englischen heisst!

IMG_2311

 

IMG_2293

IMG_2300

IMG_2290Nach der Landung in Fitzroy Crossing fahren wir in die Geikie Gorge. Die Geikie Gorge – eine Schlucht mit 50−100 m hohen Kalksteinwänden – wurde im Jahre 1883 nach Sir Archibald Geikie, dem Generaldirektor der Geological Society of London, benannt. Im 1967 errichteten Nationalpark leben die Bunaba, die das Gebiet Darngku nennen. Letztes Jahr hat die Regierung beschlossen, dem Park wieder den ursprünglichen Namen zu geben, da erstens Sir Archibald die Gegend gar nie besucht hat und zweitens der Park heute von Rangern und Bunabas zusammen verwaltet wird.

 

 

IMG_2286

Und weiter geht’s Richtung Horizontal Waterfalls und Buccaneers  Archipelago. Obwohl das der Name zunächst vermuten lässt, handelt es sich bei den Horizontal Falls keineswegs um Wasserfälle, sondern lediglich um schmale Abflüsse von Seitenbuchten der den Gezeiten unterworfenen Talbot Bay.

IMG_2303IMG_2305IMG_2307IMG_2308

IMG_2310
Bild aus dem Internet

IMG_6390

 

IMG_6474

IMG_6400

Zum Lunch landen wir am Cape Leveque.

IMG_2280

 

 

Gegen Abend fliegen wir der Küste entlang nach Broome zurück

 

IMG_6446

IMG_6464
Landung in Broome

Billig war der Tag zwar nicht, aber dafür jeden Rappen wert!

Auf den Spuren der Saurier

Bei Ebbe kann man am Gantheaume Point hier in Broome Spuren von Dinosaurier entdecken. Diese sind allerdings nicht dubelisicher auf einem geteerten, rollstuhlgängigen Pfad zu erreichen, womöglich noch mit Hilfe von Rangern, man muss schon selber danach suchen.

Heute Morgen um 7.15 h sind wir und noch ein paar andere zwischen Felsen und Wasserlöchern umhergeirrt

IMG_2233

 

Und dies haben wir gefunden

 

Aber auch ohne Abdrücke der Saurier ist es hier wunderschön

 

 

Broome: Cable Beach and the Treehouse

Cable Beach ist ein 22 Kilometer langer weisser Sandstrand bei Broome und gilt als einer der schönsten Strände Westaustraliens. Benannt wurde er nach dem ersten Telegrafenkabel, das 1889 zwischen Broome und Java verlegt wurde

 

Hier am Strand ist es bis ca. 10 h – 10.30 h angenehm, danach müssen wir vor der Hitze die Flucht ergreifen – ab in unser Häuschen. Viel kühler ist es hier zwar nicht, aber sooooo viel angenehmer

 

IMG_2199

Besser kann es nicht werden!

Nächster Halt: Broome

Am Montag fliegen wir via Perth nach Broome mit der Virgin Australia. Wir haben in der Economy gebucht und ein Angebot für die Businessclass abgegeben. Die Virgin macht das ganz geschickt, werden nicht genug Businessplätze zum normalen Tarif verkauft, werden diese einfach dem Meistbietenden der Eco weitergegeben. Im Moment sieht es gut für uns aus, hoffentlich kommt keiner mehr, der den vollen Preis zahlen will oder ein höheres Gebot abgibt.

IMG_2148
Mit dem Flugzeug nach Broome und am 5. August mit dem 🚢 weiter nach Darwin
IMG_2121
… und so wird unsere Routenkarte am Ende unserer Australienreise aussehen😉😉😉

Für unseren Aufenthalt in Broome haben wir uns ein wunderschönes Cottage gemietet. Küche und Badewanne im Freien, wie toll ist das denn!

Ob wir es wohl nach unserem Aufenthalt immer noch so super finden werden? Mosquitos, Crocs, Schlangen, neugierige Nachbarn……