Die Terrassen von Maras und Moray

Die Salzbecken liegen von November bis April wegen des Regens brach

Auf dem Weg von Cusco nach Ollantaytambo – von hier aus fährt der Zug nach Machu Picchu – haben wir mit Alejandra, unserer Guide, zwei völlig verschiedene Terrassenanlagen im Heiligen Tal der Inkas besucht, die Salinen von Maras auf rund 3400 m und die kreisförmigen Terrassen von Moray.

Die Saline von Maras ist die höchstgelegene Salzfarm der Welt, die aus rund 4500 übereinander am Berghang angeordnete Becken besteht. Diese sind durch ein ausgeklügeltes Bewässerungssystem miteinander verbunden und werden aus einer stark salzhaltigen Quelle aus dem umliegenden Bergmassiv gespeist. Verdunstet das Wasser bleibt reines Salz zurück. Die Anlage wurde von den Inkas angelegt und ist über tausend Jahre alt. Betrieben wird sie von Mai bis November von den Salzbauern der Dorf-Kooperative Maras.

Die einzelnen Becken dürfen nicht an Aussenstehenden verkauft werden, in der Regel bleiben sie in der Familie und werden weitervererbt.

Beeindruckend sind auch die kreisförmigen Terrassen von Moray. Auch diese wurden von den Inkas angelegt und dienten sehr wahrscheinlich der Agrarforschung. Auf den verschiedenen Ebenen wurden die unterschiedlichsten Pflanzenarten gesät und beobachtet, in welcher Höhe und Lage sie am besten gedeihen.

Bleibt gesund!

Vulkane, ein Canyon, zwölf Kondore und unzählige Sombreros

Colca Canyon

Von Arequipa aus sind wir mit unserem nur spanisch sprechenden Fahrer Edegar auf einen zweitägigen Ausflug ins Colca Tal und zur Cruz des Kondors aufgebrochen. Die Strasse führte uns zuerst hinauf in die karge Hochebene Pampa Cañahuas. Hier haben wir unzählige Vicuñas, Lamas und Alpakas gesehen und zu unserem Erstaunen auch viele Flamingos.

Alpaka
Wahrscheinlich ein Lama, die sind hässlicher als Alpakas
Vicuña?

Der höchste Punkt unseres Ausfluges war der 4910 hohem Patapampa Pass, der normalerweise eine großartige Aussicht auf die bis über 6000 m hohen Vulkane bietet. An diesem Tag war die Sicht nicht so gut und so sind die meisten Fotos wieder im Papierkorb gelandet.

aktiver Vulkan: Sabancaya
Der Sabancaya vom Flugzeug aus
Killawasi Lodge nahe Chivay, dem Hauptort des Tales

Übernachtet haben wir in der schönen Killawasi Lodge. Leider habe ich die Höhe nicht gut vertragen und konnte die Infrastruktur des Hotels nicht geniessen. Doch nach zwölf Stunden Schlaf war ich am nächsten Morgen wieder fit für die Weiterfahrt zum Cruz del Cóndor, dem schönsten Aussichtspunkt des Colca Canyons.

Der Colca Canyon ist gemäss Wikipedia der dritttiefste der Welt. Die Tiefe? 3269 m bzw. 1200 m, je nachdem, ob man vom höchsten Berggipfel nahe der Schlucht oder vom Rand der Schlucht aus bis zum Fluss misst.

The Kissing Condors

Wir hatten Glück, an diesem Morgen liessen sich insgesamt zwölf Kondore von der Thermik tragen und kreisten über unsere Köpfe. Der Andenkondor ist der grösste fliegende Vogel der Welt, die Spannweite der Flügel kann beim Männchen über 3 m sein. Ein gewaltiges Schauspiel. Gemäss Edegar kommen sie jeden Morgen um die Touristen zu bestaunen.

Zurück Richtung Chivay und Arequipa kamen wir wieder an den von Menschenhand angelegten Terrassen vorbei. Diese Terrassen wurden bereits vor der Zeit der Inkas angelegt. Auf dem fruchtbaren Boden gedeihen heute Bohnen, Kartoffeln und Mais.

Auch wunderschön sind die farbigen Kleider der einheimischen Frauen, die zur Cabana und Collagua Volksgruppen gehören.

Links: Cabana, rechts: Collagua

Bis zur Eroberung durch die Spanier blieben diese zwei ethnischen Gruppen unter sich, eine Mischehe war verboten. Sie unterschieden sich durch die Kopfform. Die Köpfe der Babys wurden zwischen zwei Holzlatten so lange eingebunden, bis der Schädel die gewünschte Form angenommen hatte und irreparabel war. Die Cabanas gaben ihren Babys eine flache und breitere, die Collaguas eine längliche und schmälere Schädelform. Wenigstens haben wir die Erklärungen von Edegar so verstanden. Die Spanier fanden diese Praxis barbarisch und haben sie untersagt. Auch das Verbot der Mischehe wurde aufgehoben. Heute unterscheiden sich die Frauen durch den Sombrero, wobei die Tochter immer die Volksgruppe der Mutter annimmt. Genug der Worte, jetzt nur noch Bilder.

Und diese zwei hier unten? Zwei Männer in Frauenkleidern

Die Legende besagt, dass das Tragen von Frauenkleidung eine Strategie war, die es dem jungen Mann ermöglichte, beim Tanzen auf Mädchen zuzugehen um sie zu umwerben. Heute gehört der traditionelle Wititi-Tanz aus dem Colcatal zum Unesco Kulturerbe.

So, jetzt verabschieden für uns erst einmal. Morgen geht es Richtung Macchu Picchu, wir sind echt gespannt.

Euch allen eine schöne Woche!

Los Cocineros

Peter im Element, ich ausserhalb meiner Komfortzone

Die peruanische Küche ist ausgesprochen vielfältig und gehört zu den besten der Welt. Um diese Küche ein wenig besser kennenzulernen, haben wir uns zu einem halbtägigen Kochkurs angemeldet. Zuerst haben wir mit Arturo, unserem Chef, den Markt San Camillo besucht. Die Auswahl der Früchte hat uns fast umgehauen, die Hälfte davon kannten wir gar nicht.

Es gibt über dreißig Sorten Kartoffeln, In allen Größen und Farben, auch getrocknete:

Getrocknete Kartoffeln halten bis zu fünf Jahre
Hier durften wir uns in der Küche austoben

Ja, eigentlich hatte ich angenommen, nur ein wenig schnippeln zu müssen und mich dann elegant in eine Ecke verdrücken zu können, aber weit gefehlt! Von der Mise en place bis zur richtigen Stellung der Füsse beim Schneiden mussten wir alles lernen und schlimmer, ich musste auch Fleisch braten! Für mich der übelste Geruch der Welt.

Zur Vorspeise haben wir uns ein richtig typisches peruanisches Gericht zubereitet: Ceviche, ein roher in Tigermilk marinierter Weissfisch. Die Tigermilk haben wir aus Limettensaft, Ingwer, Chili, Salz, Zwiebelwasser und ein Stückchen vom rohen Fisch gemixt. Serviert wird das Ganze mit Sweet Potatos und geröstetem Corn.

Als Hauptgang dann ein typisches Gericht aus der Region: Lomo Saltado de Alpaca = sautiertes Alpakafilet. Das Filet haben wir mit Pisco und Soyasauce flambiert und Arthur hat uns Potato Wedges dazu frittiert.
Uns hat alles richtig gut geschmeckt, nur das Anrichten müssen wir wohl noch ein wenig üben.

Ceviche, schmeckt besser als es aussieht
ungewollte Aufnahme
Alpakafilet

en Guete!

Schönes Wochenende und bleibt gesund 😷😷😷😷😷😷😷🤗🤗🤗🤗

Goodbye Florida

Blick auf Miami Beach von unserer Unterkunft im Opera Tower
Opera Tower Miami
Miami by night
Blick vom obersten Stockwerk in die Tiefe

Nach fünf sehr entspannten und geruhsamen Wochen in Florida geht es nun am Sonntag mit dem Flieger weiter nach Lima, Peru. Zusammen mit einer lokalen Reiseagentur haben wir ein zweiwöchiges Programm zusammengestellt, das uns auch viel Zeit lässt für Marktbesuche, Kochkurse und kurzen Wanderungen. Dazu aber später.

Die Wochen hier in „unserem“ Cottage in Pass-a-Grille Beach sind wieder wie im Flug vergangen. Dies ist wahrscheinlich unser letzter Aufenthalt in PAG-Beach, so schön es hier auch sein mag, die Mietpreise sind für den nächsten Winter extrem in die Höhe geschnellt und stehen in keinem Verhältnis mehr zum Gebotenen. Aber wir haben schon eine Alternative ins Auge gefasst….. Gulfport, nur einen Katzensprung von hier entfernt. Eine angenehme Kleinstadt mit nur einem Nachteil: der Strand ist nur knapp 200 Meter lang. Die langen Strandspaziergänge am frühen Vormittag werden wir vermissen, kurze tun‘s aber auch!

immer eine Augenweide: the Don CeSar Hotel

Auch hier in Florida war es diese Woche ungewöhnlich kühl und sehr windig. Umso schöner präsentierte sich der lange Strand von PAG, fast menschenleer, die Palmen im Wind und ein unheimliches klares Licht. Einfach nur schön

…. ich hab die Haare schön…

Euch wünschen wir ein wunderschönes, nicht allzu windiges Wochenende und bis bald aus Peru 🇵🇪

Bienvenidos a Peru 🇵🇪

Am Sonntagabend sind wir nach einem fünfeinhalb stündigen, ziemlich turbulenten Flug sicher in Lima gelandet. Für die Sicherheit hat unser Stewart gesorgt, der hat in Miami schon vor dem Start auf der Rollbahn gebetet und sich mehrmals bekreuzigt. Dies hat sicher zu seiner Beruhigung beigetragen, leider hat dies bei mir eher das Gegenteil bewirkt. Wie auch immer, bereits am nächsten Morgen sind wir wieder in ein Flugzeug gestiegen und sind nach Arequipa geflogen.

Arequipa, die „weisse“ Stadt, liegt auf 2353 m und ist von drei schneebedeckten Vulkanen umgeben.

der höchste der Hausvulkane: Chachani 6075 m.ü.M.

Den Übernamen „weisse Stadt“ verdankt Arequipa zum einen Sillar, einem hellen Vulkanstein aus dem viele Bauten im alten Stadtkern erbaut sind und zum anderen, weil früher das Stadtzentrum den Weißen vorbehalten war.

die Catedral de Arequipa



Mitten im Stadtkern verbirgt sich hinter hohen Mauern das 1579 erbaute Santa Catalina Kloster. Hier lebten über drei Jahrhunderte hinweg 150 Nonnen mit ihren 400 Dienstmädchen.

Santa Catalina ist über 20‘000 Quadratmeter gross und wie eine Stadt angelegt, jede Gasse hat einen Namen. Gärten, Werkstätten und eine Wasserversorgung sorgten dafür, dass das Kloster autark war.
Seit 1970 ist das Kloster für Besucher geöffnet, die 25 Nonnen leben heute in einem neueren Teil der Anlage.

Eigentlich würden wir noch gerne von unserem Marktbesuch und Kochkurs berichten, doch die Internetverbindung hier ist schwach und unstabil, wir verschieben es einstweilen.

Morgen geht es weiter zum Colca Canyon und zum Patapampa, ein Aussichtspunkt auf lockeren 4900 m.ü.M.