Back to the roots

Sonnenuntergang über Wipkingen

oder anders gesagt „mir ghönd wieder hei“

Eigentlich war es für uns schon seit Jahren klar, dass wir eines Tages wieder in die Stadt (Züri) zurückziehen würden. Doch eben… eines Tages. Bis wir im Sommer 2021 nach einem Besuch bei meinem Bruder eine riesige Baugrube mitten im Herzen von Wipkingen entdeckten. Hier, direkt neben der Nordbrücke und dem Bahnhof entstand ein neues Wohnhaus. Da war es für uns klar, in eine dieser Wohnungen möchten wir einziehen.
Wir sind beide im Quartier aufgewachsen, haben in der Kirche Wipkingen geheiratet und haben jahrelang am unteren Ende der Röschibachstrasse gewohnt. Jetzt, nach 22 Jahren in der “Fremde” ziehen wir Ende dieser Woche ans obere Ende.

Sonnenuntergang Stäfa

Wer die Wohnungssituation in Zürich kennt, weiss, wie schwer es ist eine passende und bezahlbare Bleibe zu ergattern. Für 23 Wohnungen – davon eigentlich für uns nur zwei in Frage kommende – gab es mehr als 100 BewerberInnen. Aber das Glück war wieder Mal auf unserer Seite. Oder vielleicht war es nicht nur Glück sondern auch unser herzerweichendes Bewerbungsschreiben. Jedenfalls haben wir nach langem Hoffen und Bangen die Zusage für unsere Wunschwohnung erhalten. Klar, wir müssen Kompromisse eingehen, die neue Wohnung ist rund 40 m2 kleiner und zur Miete, also kein Wunschkonzert. Von einigem, eigentlich Unnötigem haben wir uns trennen müssen und dies ist gut so. Die Küche ist nur etwa ein Drittel so gross wie die jetzige, aber wer braucht denn noch ein Sonntagsgeschirr?

Kein Gästebad und auch kein Doppellavabo, aber das haben wir auch im WoMo und in den meisten Airbnb Unterkünften nicht – und vermisst haben wir es nie. Nur die fehlende separate Dusche machte mir ein klein wenig Sorge. Aber Dank dem sehr entgegenkommenden Bauherrn wurde in unserer Wohnung eine Badewanne mit Türe eingebaut, so bleibt uns das mit den Jahren immer mühsamere Hineinklettern in die Wanne erspart.

Badewanne mit Glastür 😃

Ja, wir sind überglücklich. Ideale Lage mit Bioladen, Migros und Coop gleich um die Ecke, Bäckerei und Wochenmarkt am Platz und die beste Gelateria der Schweiz im gleichen Haus. Freunde und Bekannte in der Nähe und dies alles nur acht Minuten mit der Bahn zum Flughafen Zürich entfernt – ohne Umzusteigen! Was will man mehr?

Anstehen bei der Gelateria di Berna

Für viele ist Wipkingen das Trendquartier, für uns ist es einfach unsere Heimat.

9 Kommentare zu „Back to the roots“

  1. Gratulation!!!!
    Das liest sich fantastisch und eine Badewanne mit Tür- wow!! Kleinere Küche bedeutet auch weniger Arbeit😉! Ich schaute erst einmal nach, wo Wipkingen liegt. Das ist ja ein ‚Stadtteil‘ von Zürich👍! Bäcker und COOP in der Nähe – mehr geht nicht. Ich wünsche eine schöne Zeit in den neuen Räumen, interessante Begegnungen im Umfeld, wünsche einfach, dass ihr euch wohlfühlt. Und mir wünsche ich, dass ich weiterhin Reiseberichte von euch zu lesen bekomme😉!
    LG Jutta

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    1. Danke! Ja, wir werden uns sicher sehr wohlfühlen, auch wenn sich Wipkingen natürlich seit unserem Wegzug verändert hat – wie wir ja auch. Und das Reisen kommt ganz sicher nicht zu kurz, Flughafen und Hauptbahnhof sind in Zukunft viel einfacher zu erreichen und geplant haben wir schon einiges. Es kommt gut!
      LG – jetzt noch aus Stäfa – Stefi

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