Volubilis

Die römische Ausgrabungsstätte Volubilis haben wir von Fès aus besucht.

Die Ausgrabungsstätte wurde 1997 von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt. Volubilis wurde um 25 n.Chr. gegründet und war die Hauptstadt des Königreichs Mauretania. Korn und Olivenöl wurden nach Rom exportiert und brachten der Stadt einen grossen Wohlstand. In ihrer Blütezeit um 200 n.Chr. lebten ca. 10‘000 Menschen in Volubilis. Bis ins 18. Jahrhundert wurde die Stadt noch bewohnt, dann wurde sie vollständig zerstört, wahrscheinlich durch das grosse Erdbeben von Lissabon 1755.

Eines der ausgegrabenen Mosaiken

Einige der ausgegrabenen Bauwerke sind besonders gut erhalten. Dazu zählen die Thermen, das Kapitol, die Basilika, das Forum und der Tempel des Jupiter. Ein besonderes Highlight stellt der Caracalla-Bogen dar….. Text aus dem Internet

Eine Therme?
Caracalla – Triumphbogen

So spannend die Geschichte von Volubilis auch sein mag, ich habe mehr erwartet und was die Mosaike angeht, wenn man die der Villa Romana del Casale auf Sizilien gesehen hat…..

Marokkos Osten

Über einer Woche unterwegs in Marokko, Zeit, uns zu melden und unsere ersten Eindrücke mit euch zu teilen.

Marokko ist ein sicheres Reiseland und man kann es auch gut alleine bereisen. Die Menschen hier sind überaus freundlich und die Händler selten aufdringlich – aber wenn, dann richtig! Aber meistens genügt ein freundliches „No, merci“ und die Sache ist erledigt. Trotzdem sind wir froh, mit der Seabridge unterwegs zu sein. Bei Pannen sind wir schon ein wenig hilflos. Es fing ja schon in Genua an. Am Vorabend der Überfahrt nach Tanger-Med bemerkte Peter, dass das WoMo ziemlich schief auf dem Parkplatz stand. Plattfuß! Da wir keine Ahnung haben, wo nur schon den Wagenheber zu platzieren ist, vom Rest ganz zu schweigen, ist eine leichte Panik ausgebrochen. Mit Hilfe des Parkplatz-Betreibers konnten wir einen Mechaniker überreden, nach Geschäftsschluss vorbeizukommen und das Rad noch am gleichen Abend zu wechseln. So sind wir mit kaputten Reserverad in Marokko eingetroffen, das inzwischen aber geflickt wurde. So weit – so gut. Doch vor ein paar Abenden hörten wir ein eigenartiges Knistern unter dem Fahrersitz, da, wo sich die meisten Sicherungen befinden. Das Herz rutschte uns vor Schreck in die Hose, es roch nach Verbranntem und wir hatten keinen Strom mehr. Eigentlich ist das kein Problem, da mit dem Sonnenpanel und Gas alles weiter funktioniert, jedenfalls für eine Weile. Aber die Unsicherheit ließ uns keine Ruhe und mit Hilfe eines sachverständigen Mitfahrers konnten wir am nächsten Tag feststellen, dass eigentlich nur die Anzeige des Stromanschlusses dahin ist – oder so, ganz verstehe ich es nicht. Aber die Aufregung……

Jedenfalls ist es gut, nicht alleine unterwegs zu sein. Gruppendruck kommt nicht auf, meistens sieht man sich nur am Abend auf dem Campingplatz und jeder fährt wirklich für sich.

Genug, jetzt lassen wir ein paar Bilder sprechen

Die riesige Médina von Fés, die älteste Altstadt Marokkos

Keine Ahnung, was die Marokkaner mit all diesen wunderbaren Gewürzen anstellen. Jedenfalls haben wir bis anhin nur sehr dürftig gewürzte und gesalzene Speisen erhalten. Nicht schlecht aber sehr fade, auch dort, wo sonst nur Einheimische essen.

Seit gestern befinden wir uns in der Wüste, unser Campingplatz liegt zwischen Palmen und Olivenbäumchen und ist eine Oase der Ruhe. Einfach wunderschön.

Wüstenidylle

Morgen machen wir einen Wüstenausflug mit einem Vierradantrieb. Auf den heutigen Kamelausritt haben wir dankend verzichtet. Den Sonnenuntergang 🍹 geniessen wir lieber vom Stuhl aus.

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Marokko 🇲🇦 im Wohnmobil

Marokko stand schon lange auf unserer Wunschliste, doch Mangels handwerklicher Begabung im Falle einer Panne haben wir uns eine Reise mit dem Wohnmobil in dieses wunderbare Land nicht zugetraut. Doch jetzt haben wir die Lösung gefunden. Unter dem Motto „jeder für sich – doch nicht allein“ bietet die Firma Sea-Bridge Wohnmobil-Touren in Marokko an.

Die Route ist vorgeschrieben und die Campingplätze sind reserviert, doch jeder fährt am Morgen mit dem eigenen Mobil nach Gutdünken los, hält unterwegs nach Lust und Laune an und macht so eigentlich das eigene Ding. Hat man unterwegs eine Panne, dann ist der sprachkundige Reiseleiter nur einen Telefonanruf weit entfernt. Hört sich für uns ideal an.

Die Mehrheit der Teilnehmer trifft via Algeciras/Spanien in Tanger ein, wir haben uns für die faulere Variante entschieden und nehmen schon in Genua die Fähre nach Marokko. Am nächsten Donnerstag geht es los und am Samstagnachmittag sollten wir in Tanger eintreffen. Wir sind wirklich gespannt!

Die vorgesehene Route

Wir werden uns so schnell als möglich mit hoffentlich vielen Bildern wieder melden.

Schöne Sunntig!

Besuch der Santa Fe Oper

Eigentlich sind wir wegen der Santa Fe Opera nach New Mexico gekommen. 1956 gegründet, werden hier seit 1957 Sommerfestspiele durchgeführt. Das Gebäude ist sehr modern, auf den Seiten und hinter der Bühne offen, der Sonnenuntergang und manchmal auch der Regen werden Teil der Aufführung.

Für uns ein wenig gewöhnungsbedürftigt ist das „Tailgating “ vor dem Anlass. Auf dem Parkplatz wird alles ausgepackt, was zu einem feinen Picnic gehört, Körbe voll mit Esswaren, Tische, Bänke und Stühle, weiße Tischtücher, Kandelaber, Blumen….. aber es wird eindeutig weniger gegrillt als vor einem Footballmatch 🏈.

hat doch Klasse, oder?

Tailgating: Eine Heckklappenparty ist ein gesellschaftliches Ereignis, das an und um die offene Heckklappe eines Fahrzeugs stattfindet. Beim Tailgating, das hauptsächlich in den USA stattfindet, werden häufig alkoholische Getränke konsumiert und Lebensmittel gegrillt. Wikipedia (Englisch)

New Mexico – Land of Enchantment

Mit der Nostalgiebahn unterwegs an der Grenze Colorado – New Mexico

N.M. liegt im Südwesten der USA und trägt zu Recht den Beinamen Land of enchantment – Land der Verzauberung. Seit über zwei Wochen sind wir in unserer „Casita“ in Santa Fe und haben bereits beschlossen, irgendwann in nicht allzu ferner Zukunft nochmals ein paar Wochen hier zu verbringen.

Santa Fe liegt auf etwa 2200 Metern und ist die Hauptstadt des Bundesstaates New Mexico. Das Klima ist trocken und trotz der sommerlichen Hitze sehr angenehm. Will man den hohen Temperaturen ausweichen, in nur wenigen Minuten ist man in den Sangre de Christo Mountains. Diese Gebirgskette ist bis zu 3000 m hoch und wird von einem gut markierten Wanderweg-Netz durchzogen, durchnummeriert und dubbelisicher.

Santa Fe verschwindet im Grün

Santa Fe nennt sich the City different und tatsächlich finden wir hier eine der angenehmsten Formen des „American way of Life“. Die überwiegende Mehrheit der Häuser ist im Pueblostil erbaut, ältere Gebäude stehen unter Denkmalschutz und Neubauten, auch Hotels, müssen in dieser Bauweise errichtet werden. So ist ein Stadtbild entstanden, das in seiner Art wohl einmalig ist für Nordamerika. Angeblich ist die grosse Anziehungskraft Santa Fe‘s auf Künstler diesem kompakten Stadtbild zu verdanken. Wir tippen da eher auf die umliegende Landschaft mit ihrer Ruhe und Einsamkeit, den Bergen, Wüsten und Canyons.

Mehrere Museen und mehr als 200 Galerien befinden sich in Santa Fe, die Stadt gilt als Mekka der nordamerikanischen Kunstszene. 2008 haben sich mehrere Künstler zu einem Kollektiv zusammengeschlossen: Meow Wolf. Ihre bekannteste und erfolgreichste Kunstinstallation ist das House of Eternal Return, ein Haus voll von Farben, Lichtern und Tönen, eine Mischung zwischen Alice im Wunderland und Space Odyssee.

Gefangen in einem Traum aus schwarz und weiss, beruhigend nach all den Farben

hier der Link, falls ihr mehr Erfahren wollt: https://meowwolf.com

Kunstwerke und Malereien findet man überall, die Stadt ist ein Farbenfest

Übrigens, Santa Fe heißt ausgeschrieben: La Villa Real de la Santa Fé de San Francisco de Asís…. man kann es ja auch übertreiben!

So, fertig jetzt! Schön‘s Tägli und en Guete Start in die neui Wuche

Farbenpracht in Argentiniens Hochland

Ob Friedhöfe, Murales, Kirchen, Märkte oder Gesteinsformationen, Argentiniens Nordwesten erstrahlt in einer gewaltigen Farbenpracht.

Mariano und Peter bei Purmamarca

Mit unserem lokalen Führer Mariano waren wir drei Tage lang im Hochland von Salta und Jujuy unterwegs. Die Puna, wie diese Hochwüste hier in Argentinien genannt wird, bildet eine geografische Einheit mit der chilenischen Atacama-Wüste und ist von weiten Ebenen zwischen 3500 bis 4200m Höhe geprägt.

Zuerst sind wir von Salta aus nordwärts durch subtropische Wälder in die Quebrada de Humahuaca, das seit 2003 zum UNESCO Weltkulturerbe zählt, gefahren.

… und so sieht es bei besseren Bedingungen aus
Fotocredit: Lahi Creativ Commons
Der bunte Friedhof von Maimara
Murales in Humahuaca
Erste Übernachtung in Tilcara, die zweite in Susques

Am zweiten Tag haben wir besseres Wetter erwischt und so konnten wir auch eine kürzere Wanderung unternehmen. Mariano liebt seine Region und konnte uns viel Wissen und Begeisterung über diese Gegend vermitteln.

Unterwegs von Tilcara nach Susques
Salinas Grandes
Lamas
Vicuña

Obwohl sich unsere Begeisterung für Kirchen stark in Grenzen hielt, ist Mariano mit uns zur Kirche von Susques gefahren. Und er sollte recht behalten, das Kirchlein ist einen Besuch wert!



Hier in Susques haben wir übernachtet. Trotz des Besuchs der Kirche, auf 3600m Höhe lässt sich für „ungeübte“ schlecht schlafen, in unserem Fall fast gar nicht. Dementsprechend ging es uns auch am nächsten Morgen, doch mit Mariano’s guter Laune und einer Dosis „Pupusa“, ein Heilkraut aus der Puna, konnten wir unseren dritten und letzten Tag auch noch geniessen.

Zurück in Salta haben wir zehn Stunden durchgeschlafen, das hat gut getan. Heute Nachmittag werden wir noch ein Museum besuchen und morgen geht es noch auf den Markt – ich will noch unbedingt dieses Pupusa-Kraut besorgen – bevor es heisst: Koffer packen, jetzt geht es ab nach Hause!

Hasta pronto! 🇨🇭🇨🇭🇨🇭🇨🇭🇨🇭🇨🇭🇨🇭🇨🇭🇨🇭🇨🇭🇨🇭🇨🇭

Quebrada de las Conchas

Unser Weg nach Salta führt uns wieder durch Täler und Schluchten, die bekannteste davon ist die malerische Quebrada de las Conchas, die Schlucht der Muscheln. Muscheln haben wir keine gesehen, dafür eine abwechslungsreiche und atemberaubend schöne Landschaft, an der wir uns einfach nicht satt sehen können. Am besten lassen wir jetzt einfach unsere Bilder sprechen.

In Salta erwartet uns wieder eine Airbnb-Unterkunft, diesmal hoffentlich mit brauchbaren Kochutensilien und ohne störenden Geruch.

Wir sind auf dieser Reise auf den Geschmack von Empanadas gekommen, am Dienstag wird uns eine Einheimische beibringen, wie wir die typischen Empanadas der Gegend selber herstellen können.

Eine dreitägige Rundtour mit Führer haben wir auch gebucht. Dies scheint uns ratsam zu sein, da die Salinen und einige der Sehenswürdigkeiten der Gegend sich für uns auf ungewohnter Höhe befinden. Die Route führt uns auf Bergstraßen bis auf 4000 m, da lässt man lieber einen Profi ans Steuer.

Empanadas con pollo y queso

Schöne Woche!