Besuch der Santa Fe Oper

Eigentlich sind wir wegen der Santa Fe Opera nach New Mexico gekommen. 1956 gegründet, werden hier seit 1957 Sommerfestspiele durchgeführt. Das Gebäude ist sehr modern, auf den Seiten und hinter der Bühne offen, der Sonnenuntergang und manchmal auch der Regen werden Teil der Aufführung.

Für uns ein wenig gewöhnungsbedürftigt ist das „Tailgating “ vor dem Anlass. Auf dem Parkplatz wird alles ausgepackt, was zu einem feinen Picnic gehört, Körbe voll mit Esswaren, Tische, Bänke und Stühle, weiße Tischtücher, Kandelaber, Blumen….. aber es wird eindeutig weniger gegrillt als vor einem Footballmatch 🏈.

hat doch Klasse, oder?

Tailgating: Eine Heckklappenparty ist ein gesellschaftliches Ereignis, das an und um die offene Heckklappe eines Fahrzeugs stattfindet. Beim Tailgating, das hauptsächlich in den USA stattfindet, werden häufig alkoholische Getränke konsumiert und Lebensmittel gegrillt. Wikipedia (Englisch)

Hoch über New Mexico

Alljährlich findet in New Mexico das internationale Ballonfestival statt. Viele erfahrene Piloten leben hier in der Gegend und bieten Ballonflüge an. Grund genug, um uns für dieses Abenteuer anzumelden.

Noch vor Tagesanbruch wurden wir für unseren ersten und hoffentlich nicht letzten Ballonflug abgeholt.

Nach knapp einer Stunde Fahrt erreichten wir den Startplatz nordöstlich von Santa Fe. Doch bevor es losging, mussten beide Ballone mit Heißluft aufgeblasen werden.

Nach knapp einer halben Stunden war es dann soweit, es hiess einsteigen und Leinen los!

Diesen ersten Moment in der Luft werden wir wohl nie vergessen, lautlos und sanft entfernt man sich vom Boden…

…. lautlos, bis der Pilot das nächste Mal den Brenner zündet

Bald wurde uns klar, wieso der Pilot einen Hut trägt, unsere Schädeldecke glühte!

Nach ca. einer Stunde näherten wir uns unserem Zielgebiet, wo die Crew schon auf uns wartete

Zufriedene Gesichter nach der Landung

Beim Versorgen des Ballons packen alle mit an…

…. auch Alex, der jeden Morgen hier vorbeijoggt, inzwischen alle Crewmitglieder bei Namen kennt und jeden Handgriff bestens beherrscht

… und so sieht es im Oktober in Albuquerque aus / Foto Albuquerque Balloon fiesta

Liebi Grüess us Santa Fe

New Mexico – Land of Enchantment

Mit der Nostalgiebahn unterwegs an der Grenze Colorado – New Mexico

N.M. liegt im Südwesten der USA und trägt zu Recht den Beinamen Land of enchantment – Land der Verzauberung. Seit über zwei Wochen sind wir in unserer „Casita“ in Santa Fe und haben bereits beschlossen, irgendwann in nicht allzu ferner Zukunft nochmals ein paar Wochen hier zu verbringen.

Santa Fe liegt auf etwa 2200 Metern und ist die Hauptstadt des Bundesstaates New Mexico. Das Klima ist trocken und trotz der sommerlichen Hitze sehr angenehm. Will man den hohen Temperaturen ausweichen, in nur wenigen Minuten ist man in den Sangre de Christo Mountains. Diese Gebirgskette ist bis zu 3000 m hoch und wird von einem gut markierten Wanderweg-Netz durchzogen, durchnummeriert und dubbelisicher.

Santa Fe verschwindet im Grün

Santa Fe nennt sich the City different und tatsächlich finden wir hier eine der angenehmsten Formen des „American way of Life“. Die überwiegende Mehrheit der Häuser ist im Pueblostil erbaut, ältere Gebäude stehen unter Denkmalschutz und Neubauten, auch Hotels, müssen in dieser Bauweise errichtet werden. So ist ein Stadtbild entstanden, das in seiner Art wohl einmalig ist für Nordamerika. Angeblich ist die grosse Anziehungskraft Santa Fe‘s auf Künstler diesem kompakten Stadtbild zu verdanken. Wir tippen da eher auf die umliegende Landschaft mit ihrer Ruhe und Einsamkeit, den Bergen, Wüsten und Canyons.

Mehrere Museen und mehr als 200 Galerien befinden sich in Santa Fe, die Stadt gilt als Mekka der nordamerikanischen Kunstszene. 2008 haben sich mehrere Künstler zu einem Kollektiv zusammengeschlossen: Meow Wolf. Ihre bekannteste und erfolgreichste Kunstinstallation ist das House of Eternal Return, ein Haus voll von Farben, Lichtern und Tönen, eine Mischung zwischen Alice im Wunderland und Space Odyssee.

Gefangen in einem Traum aus schwarz und weiss, beruhigend nach all den Farben

hier der Link, falls ihr mehr Erfahren wollt: https://meowwolf.com

Kunstwerke und Malereien findet man überall, die Stadt ist ein Farbenfest

Übrigens, Santa Fe heißt ausgeschrieben: La Villa Real de la Santa Fé de San Francisco de Asís…. man kann es ja auch übertreiben!

So, fertig jetzt! Schön‘s Tägli und en Guete Start in die neui Wuche

Farbenpracht in Argentiniens Hochland

Ob Friedhöfe, Murales, Kirchen, Märkte oder Gesteinsformationen, Argentiniens Nordwesten erstrahlt in einer gewaltigen Farbenpracht.

Mariano und Peter bei Purmamarca

Mit unserem lokalen Führer Mariano waren wir drei Tage lang im Hochland von Salta und Jujuy unterwegs. Die Puna, wie diese Hochwüste hier in Argentinien genannt wird, bildet eine geografische Einheit mit der chilenischen Atacama-Wüste und ist von weiten Ebenen zwischen 3500 bis 4200m Höhe geprägt.

Zuerst sind wir von Salta aus nordwärts durch subtropische Wälder in die Quebrada de Humahuaca, das seit 2003 zum UNESCO Weltkulturerbe zählt, gefahren.

… und so sieht es bei besseren Bedingungen aus
Fotocredit: Lahi Creativ Commons
Der bunte Friedhof von Maimara
Murales in Humahuaca
Erste Übernachtung in Tilcara, die zweite in Susques

Am zweiten Tag haben wir besseres Wetter erwischt und so konnten wir auch eine kürzere Wanderung unternehmen. Mariano liebt seine Region und konnte uns viel Wissen und Begeisterung über diese Gegend vermitteln.

Unterwegs von Tilcara nach Susques
Salinas Grandes
Lamas
Vicuña

Obwohl sich unsere Begeisterung für Kirchen stark in Grenzen hielt, ist Mariano mit uns zur Kirche von Susques gefahren. Und er sollte recht behalten, das Kirchlein ist einen Besuch wert!



Hier in Susques haben wir übernachtet. Trotz des Besuchs der Kirche, auf 3600m Höhe lässt sich für „ungeübte“ schlecht schlafen, in unserem Fall fast gar nicht. Dementsprechend ging es uns auch am nächsten Morgen, doch mit Mariano’s guter Laune und einer Dosis „Pupusa“, ein Heilkraut aus der Puna, konnten wir unseren dritten und letzten Tag auch noch geniessen.

Zurück in Salta haben wir zehn Stunden durchgeschlafen, das hat gut getan. Heute Nachmittag werden wir noch ein Museum besuchen und morgen geht es noch auf den Markt – ich will noch unbedingt dieses Pupusa-Kraut besorgen – bevor es heisst: Koffer packen, jetzt geht es ab nach Hause!

Hasta pronto! 🇨🇭🇨🇭🇨🇭🇨🇭🇨🇭🇨🇭🇨🇭🇨🇭🇨🇭🇨🇭🇨🇭🇨🇭

Quebrada de las Conchas

Unser Weg nach Salta führt uns wieder durch Täler und Schluchten, die bekannteste davon ist die malerische Quebrada de las Conchas, die Schlucht der Muscheln. Muscheln haben wir keine gesehen, dafür eine abwechslungsreiche und atemberaubend schöne Landschaft, an der wir uns einfach nicht satt sehen können. Am besten lassen wir jetzt einfach unsere Bilder sprechen.

In Salta erwartet uns wieder eine Airbnb-Unterkunft, diesmal hoffentlich mit brauchbaren Kochutensilien und ohne störenden Geruch.

Wir sind auf dieser Reise auf den Geschmack von Empanadas gekommen, am Dienstag wird uns eine Einheimische beibringen, wie wir die typischen Empanadas der Gegend selber herstellen können.

Eine dreitägige Rundtour mit Führer haben wir auch gebucht. Dies scheint uns ratsam zu sein, da die Salinen und einige der Sehenswürdigkeiten der Gegend sich für uns auf ungewohnter Höhe befinden. Die Route führt uns auf Bergstraßen bis auf 4000 m, da lässt man lieber einen Profi ans Steuer.

Empanadas con pollo y queso

Schöne Woche!

RN 40 Villa Unión – Cafayate

Wir verlassen Villa Union und folgen der RN 40, die sich zuerst mit sanften, dann immer steileren Kurven einer Schlucht entlang schlängelt. Auf der Passhöhe Cuesta de Miranda angekommen, staunen wir über die Aussicht und über eine kleine Madonnenstatue, zu deren Füßen vorwiegend gefüllte Plastikwasserflaschen gelegt wurden. Opfergaben?


Diese Ortschaft besteht genau aus einem Haus. Woher der Bewohner wohl stammt?
Es ist ein ständiges Rauf und Runter

Immer wieder schlängelt sich die RN 40 durch Täler, Schluchten, Hochebenen und kleineren Siedlungen. Von roten Felsen zu Steppengras, von Reben zu Steinwüsten, langweilig wird es uns nie. Auch durchqueren wir regelmäßig ausgetrocknete Bach- und Flussbette, manchmal so tief, dass das Flussbett über Augenhöhe liegt. Jetzt ist uns klar, wieso die RN 40 in der Regenzeit keine gute Idee ist.

Für einmal nicht ausgetrocknet

Stundenlang sind wir alleine unterwegs, nur ein paar Tiere scheinen sich für uns zu interessieren. Drei Fahrzeuge am Tag = Rushhour, vier Autos sind schon eine Zumutung.

Der höchste Gipfel der Sierra Famatina ist 6250 m höch
Reben der Finca Albarossa auf 1853 m

Drei Tage haben wir gebraucht, um gemütlich von Villa Union nach Cafayate zu fahren. Hier in Cafayate werden wir uns von den „Strapazen“ der Reise erst mal erhohlen und wohl auch den Weißwein aus der Torróntes-Traube versuchen, die zwischen 1800 – 2400 m.ü.M. angebaut wird.

Ab Cafayate werden wir die Ruta 40 einstweilig verlassen, für die Weiterfahrt nach Salta haben wir uns für die Ruta 68 entschieden, die durch die Quebrada de las Conchas führt.

RN 40 – Abstecher in den Parque Nacional del Talampaya

Darth Vader?

Villa Unión ist der ideale Ausgangspunkt für einen Besuch in den Talampaya Nationalpark. In knapp 45 Minuten Fahrzeit erreichen wir den Park, der seit 2000 zum UNESCO Weltnaturerbe gehört und eine einzigartige Wüstenlandschaft beherbergt. Der Nationalpark umfasst eine Fläche von rund 215 Quadratkilometern, doch nur ein kleiner Teil kann besichtigt werden. Private Fahrzeuge sind im Park nicht zugelassen, dafür werden täglich mehrere geführte Touren in Minibussen oder zu Fuss angeboten. Leider hatte heute keiner der Parkangestellten Englischkenntnisse, hoffentlich ändert sich dies in Zukunft.

Das Flussbett des Rio Talampaya ist außerhalb der kurzen Regenzeit im Januar und Februar ausgetrocknet und dient uns als Fahrspur.

Wasser und Wind haben zu bizarren Felsformationen geführt, wie Darth Vader (eigentlich Mönch), Totem, Gothic Cathedral und viele andere, der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt.

Bis zu 150 m hoch ragen die Steilwände dIeses Canyons
Traumhafte Farben

Der Nationalpark bringt scheinbar nicht genügend Tourismus um den Bewohnern der Kleinstadt Villa Unión etwas mehr Wohlstand zu bringen. Es ist schon etwas trostlos hier.

Gauchos

Morgen geht’s weiter nach Chilecito

Wir wünschen euch einen guten Start in die neue Woche und lasst euch nicht erwischen!