Die Vielfalt von Bogotás Strassenkunst ist unbeschreiblich. Schon auf der Fahrt vom Flughafen in die Stadt trifft man auf unzählige Werke. Ganze Häuserfassaden sind bunt bemalt, Streetart soweit das Auge reicht. Bogotá gilt heute als eines der Streetart-Mekkas der Welt.
Die letzte Etappe unserer Reise ist Bogotá, die Hauptstadt Kolumbiens. Die Stadt liegt auf einer weiten Hochebene in den Anden auf einer Höhe von 2640 m. Und natürlich regnet es jetzt auch hier täglich. Kein Wunder ist dieses Land so wunderbar grün. Dabei gilt der Januar als regenarmer Monat!
Meistens regnet es erst am Nachmittag, so sind wir nach dem Frühstück mit der Standseilbahn zum „Santuario de Monserrate“ hochgefahren.
Von oben haben wir einen besseren Überblick über den Ausmass dieser Metropole erhalten. Sie ist riesig! Schätzungen gehen für 2025 von 10,6 Millionen Menschen im Stadtgebiet aus.
In Zipaquira, 40 km von Bogota entfernt, befindet sich 180 m unter der Erdoberfläche die grösste Salzkathedrale der Welt. Dieses nationale Monument befindet sich in einem stillgelegten Salzbergwerk und wurde zwischen 1991 und 1995 erbaut, nachdem die ältere, instabilere Kathedrale geschlossen werden musste.
Nach unserem zweitägigen Aufenthalt in der Therme El Otoño, wo es natürlich wieder öfters heftig geregnet hat, sind wir weiter Richtung Süden gefahren. Unser Ziel: das Hotel Sazuaga ausserhalb Pereira. Wie die Städte Armenia und Manizales liegt Pereira im Kaffeedreieck Kolumbiens, das 2011 zum UNESCO-Weltkulturerbe erklärt wurde.
Da die Wetterprognosen für die kommenden Tage nichts Gutes versprachen, haben wir uns ein etwas besseres Hotel ausgesucht.
Von uns aus hätte es den ganzen Tag regnen können!
Von Jardín nach Salamina sind es nur 160 km, doch wieder haben wir für diese Strecke rund fünf Stunden gebraucht. Die Strassen zu den Bergdörfern sind meistens eng und holprig, es wird aber auch viel gebaut und verbessert.
Jardín ist etwa 200 km von Guatape entfernt. Für diese 200 km haben wir dank Baustellen, Verkehr, Schlaglöchern und der kurvenreichen Strasse etwas über 6 Stunden gebraucht. Die Fahrt war wirklich sehr unangenehm, dafür die Lodge mit Sicht auf Jardín und die umliegende Bergwelt umwerfend.
Jardín, das übrigens auch zu den „schönsten Pueblos“ Kolumbiens gehört, liegt auf rund 1730 m.ü.M. inmitten der Anden – der „cordillera central“.