Lanzarote und César Manrique

Gartenmauer mit Mosaik – Museum Fundación César Manrique

Costa Teguise, 23. November 2021

César Manrique (1919-1992) Maler, Bildhauer, Architekt und Umweltschützer hat Lanzarote entscheidend geprägt. Seine Ideen und Kunst-Werke sind auf der Insel allgegenwärtig.

Nach seinem Studium zum Bauingenieur in Teneriffa und Ausbildung an der Kunstakademie Madrid kehrte er 1966 nach Lanzarote zurück und beschloss, seine Heimatinsel in einen der schönsten Plätze der Welt zu verwandeln.

Von Manrique verschönerte Verkehrskreisel

Unter seinem Einfluss beschloss die Inselregierung, nur die traditionelle Flachbauweise mit weissgestrichenen, nicht mehr als zweistöckigen Gebäuden zuzulassen und – welch eine Wohltat – alle Werbeplakate von den Strassen und Plätzen zu verbannen. Auch stören fast keine Strommasten mehr die karge und eigenwillige Schönheit der Insel.

Die weißgetünchten Häuser verschönern die Landschaft
Weiss, grün, schwarz – nur der blaue Himmel fehlt

Monumento al Campesino auch Monumento a la Fecundidad (Fruchtbarkeit)

Ein 15 m hohes Denkmal an die hart arbeiteten Bauern steht im geografischen Zentrum von Lanzarote, die von Manrique und dem Architekten Jesus Soto erschaffene monumentale Skulptur „Monumento al Campesino“. Für das Werk verwendeten Manrique und Soto Wassertanks von Segelschiffen und andere alte Gebrauchsmaterialien. Mit viel Fantasie erkennt man je nach Perspektive den Bauer mit seinen drei Tieren: Hund/Ziege, Esel und Dromedar/Kamel. Die Angaben sind da unterschiedlich…

Und was sehr ihr?

Manrique hat es verstanden, die Natur mit seiner Kunst zu verbinden, so wie im

Jameos del Agua

ein Gesamtkunstwerk aus Felsen, Wasser und Architektur

Das Wahrzeichen

Ein Abschnitt eines 7 km langen Lavatunnels gestalte Manrique in ein Gesamtkunstwerk. Mit einem Restaurant, einer Tanzfläche und Bar mit original Manrique-Möbeln zwischen dunklen Lavafelsen, einer natürlichen Felsbühne in einem grossen Auditorium und einer unterirdischen Lagune mit kleinen blinden Albinokrebsen.

Jameo ist ein altkanarisches Wort und bedeutet soviel wie „Erdöffnung“.

Der Kontrast zwischen Lavahöhlen und dem blendend weiss gestrichenen Pool im „Jameo grande“ könnte nicht grösser sein. Am liebsten würde man sich ins klare Wasser legen, deshalb wohl der Hinweis „Baden verboten“.

Fundación César Manrique

Ja, und da gibt es noch die Fundación César Manrique, sein ehemaliges Wohnhaus, das noch von ihm zum Museum umgestaltet wurde. Das Haus steht auf einem von Lavaströmen bedeckten Grundstück und ist auf fünf Lavablasen errichtet. Diese Höhlen sind geschickt zu Partyräumen, Bar, sogar einem Pool mit Wasserfall gestaltet worden. Im oberen Stock befindet sich heute das eigentliche Museum mit Skulpturen und Bildern.

Wenn das Fenster zum Bild wird
Bezeichnung am 🚻 Häuschen

So, für heute genug…. Ein Bild haben wir noch

Manrique himself 👍

Bleibt gesund und lasst euch bitte impfen – es ist für uns alle! 😎

Lanzarote und La Geria

3. November 2021

Urlaub auf Lanzarote oder den übrigen kanarischen Inseln haben wir eigentlich nie in Erwägung gezogen. Zu Unrecht, wie wir schon nach ein paar Tagen auf der Insel festgestellt haben.

Eigentlich wären wir jetzt auf einer Transatlantik Überfahrt nach Fort Lauderdale. Diese Kreuzfahrt haben wir storniert, da die Einreise in die USA für Europäer bis zum 8 . November nicht erlaubt ist. Im Stornieren und Umbuchen sind wir sehr geübt, die Fähre nach Sizilien z.B. haben wir zum vierten Mal umgebucht, immer in der Annahme, bis dahin haben wir die Pandemie im Griff….. im August haben wir allerdings wegen den Bränden die Überfahrt verschoben, nächster Versuch wäre dann Juni 2022.

Aber wir können uns nicht beklagen. Seit Januar haben wir einige Kurzferien mit der Bahn in der Schweiz gemacht und Orte besucht, die man sonst nicht unbedingt auf den Schirm hat. Oder wart ihr schon Mal für ein paar Tage in La Chaux-de-Fonds? Es lohnt sich, spannende Geschichte und Architektur.

Auch mit dem Wohnmobil waren wir viel unterwegs. Ins Val Müstair, nach Thüringen und fünf wunderschöne Spätsommerwochen auf Sardinien.

Sardinien

Aber ich schweife ab, zurück zu Lanzarote.

Lanzarote ist recht klein, so um die 60 km lang und etwa 30 km breit, bei der Breite gibt es verschiedene Angaben. Entweder ist die Insel elastisch oder das Messen erweist sich als überaus schwierig, keine Ahnung. Als erste Insel überhaupt wurde Lanzarote 1993 vollständig von der UNESCO zum Biosphärenreservat erklärt.

Charco de San Gines, die „Pfütze“ in Arrecife
Zufahrt zu unserem Cottage

Nach ein paar Tagen im beschaulichen Arrecife sind wir mit unserem Mietwagen ins Weinbaugebiet „La Geria“ gefahren und haben unser Heim für die nächsten zehn Tag bezogen.

La Geria – das ungewöhnlichste Weinbaugebiet

La Geria ist UNESCO Weltkulturerbe. Die von Menschenhand gestaltete Kulturlandschaft wurde bereits 1964 vom Museum of Modern Art in New York zum Gesamtkunstwerk gekürt.

Nach den großen Eruptionen von 1730 war aller fruchtbarer Boden vernichtet. Mit Erfindergeist und Geschick schafften es die Lanzaroteños in der pechschwarzen Lava-Asche Wein zu kultivieren. Mit dem genialen System des Trockenfeldbaus speichern die porösen Lavasteinchen vor allem den Nachttau. In den gegrabenen Trichtern, von halbrunden Mauern aus Lavabrocken geschützt, ducken sich die Weinstöcke vor den starken Winden und breiten ihre Wurzeln in einem weiten Kreis nahe der Oberfläche aus, um so viel Wasser wie möglich aufzunehmen.

Blick auf unser Häuschen
Bis weit hinauf wird angebaut

Wir genießen die Ruhe, nur das Summen einer Fliege stört die absolute Stille. Wir sind im Paradies.

Allegra Engiadina

Blick von Muottas Muragl auf Celerina und St. Moritz

26. Juni 2020

Endlich wieder unterwegs mit dem Wohnmobil, endlich wieder im Oberengadin.

Zum Glück haben wir unseren Stellplatz schon im April reserviert, der Campingplatz ist rappelvoll und bis nach Mitte August ausgebucht. Rappelvoll war auch die Standseilbahn, die uns hinauf zur Bergstation Muottas Muragl befördert hat. Wir standen Schulter an Schulter, die Abteile vollgepfercht als hätte es nie Covit-19 gegeben… und nicht alle trugen eine Schlutzmaske. Dabei wäre es so einfach…

Der Panoramaweg von Muottas Muragl zur Alp Languard ist seit Jahren bei jeder Witterung unsere „Einlaufstrecke“, diese zweistündige einfache Wanderung bietet herrliche Ausblicke auf die Engadiner Bergwelt und macht Lust auf mehr.

Auf dem Höhenweg Muottas Muragl – Alp Languard

Schön ist auch die Wanderung vom Ospizio Bernina zum Bahnhof Morteratsch. Von der unwirtlichen, öden und doch so beruhigenden Landschaft des Berninapasses zu den blühenden Wiesen, Föhren- und Arvenwäldern des Oberengadins.

Wasserscheide auf dem Berninapass

8. Juli 2020

Lagh da Saoseo

Einer der schönsten Bergseen im ganzen Alpenraum liegt im Val da Camp, ein wild-romantisches Seitental des Puschlavs. Zum Lagh da Saoseo führt eine abwechslungsreiche Bergwanderung, vorbei an unzähligen Wildbächen, Felsblöcken und Feuchtwiesen. Wir sind von der Postauto-Haltestelle La Rösa aus gewandert, ein selten benutzter Einstieg ins Val da Camp. Der Wanderweg zieht sich durch lichte Lärchenwälder und bietet anfangs immer wieder prächtige Ausblicke ins Puschlav.

Unterwegs im Val da Camp
Lagh da Saoseo – die Farben sind echt!

Zuoberst im Tal, zur Grenze zu Italien, befindet sich der Lagh da Val Viola

Erwischt! Der Selbstauslöser war schneller!
Geschafft, wenn auch ein wenig verkrampft🥴

Übrigens… seit letzten Montag besteht Maskenpflicht im ÖV… und plötzlich geht es! Schade, dass es zuerst eine Verordnung gebraucht hat. Leider scheinen noch nicht alle den Zweck der Maske begriffen zu haben, die soll nämlich Nase und Mund bedecken und nicht nur das Kinn! Ob wir wohl auch für die richtige Anwendung der Schutzmaske eine Verordnung brauchen?

Wir bleiben noch ein paar Tage, es ist jetzt so schön hier im Engadin, klare Luft, warme Tage und angenehm kühle Nächte, einfach herrlich.

Liebi Grüess ins Unterland, bliebed gsund und ziend dˋMaske richtig ah! 😷🤓🤗🤗🤗🤗

Wir sind wieder zu Hause!

18. März 2020

Am Freitagnachmittag sind wir in Lima glücklich nach einem Besuch beim Weinhändler mit sechs Flaschen peruanischem Wein in unser Hotel zurückgekehrt. Die Weinflaschen waren für den Genuss auf unserem Kabinenbalkon bestimmt. Dann kam der Anruf der Oceania Cruise Line, Kreuzfahrt abgesagt, Rückflugtickets werden wir für euch auf den nächstbesten Termin organisieren. Und sie haben Wort gehalten, bereits am Sonntagmorgen konnten wir ein Linienflug nach Madrid mit Anschluss nach Zürich besteigen. Montag um die Mittagszeit waren wir zu Hause.
Erst jetzt wird uns bewusst, wieviel Glück wir gehabt haben. Die Reederei hat sehr schnell und unkompliziert reagiert und sich dabei auch noch sehr grosszügig gezeigt, wir wurden in der Businessclass nach Hause befördert.

Jetzt bleiben wir erstmal in unseren vier Wänden bis wir sicher sind, uns unterwegs nicht angesteckt zu haben. Überhaupt, wir werden die Empfehlungen des Bundesrates befolgen und unseren kleinen Teil dazu beitragen, diese Situation so schnell als möglich zu verbessern.

Gespenstisch: die Ankunftshalle des Flughafens Zürch

Übrigens, die sechs peruanischen Weinflaschen sind auch sicher in Zürich gelandet.

Bleibt gesund und folgt den empfohlenen Einschränkungen um Verschärfungen zu vermeiden.

Machu Picchu

14. März 2020

Was wäre ein Reise nach Südamerika ohne den Besuch der Inkastadt Machu Picchu? Bis heute ist wenig über die auf 2400 m Höhe liegende Stadt bekannt. Ziemlich sicher ist, dass die Inkas hier am 21. Juni die Sonnenwende feierten. Zugleich diente die in gemässigter Höhenlage errichtete Festung den Herrschern als Rückzugsort in den kalten Andenwintern.

Am frühen Morgen hier zu stehen und auf die Ruinen zu blicken ist ein einmaliges Erlebnis.

In den meisten Reiseführern steht, dass in der Hochsaison bis zu 2000 Personen diesen Ort besuchen. Unser Guide hat aber zugegeben, dass in Spitzenzeiten bis zu 10‘000 Personen täglich per Bus hier hinauf gekarrt werden! Eine unglaubliche Zahl.

Wir hatten Glück, danke den drei Faktoren Regenzeit, früher Morgen und Coronavirus konnten wir die Stätte in Ruhe geniessen.

Am Freitag reisen wir weiter nach Lima, wo am Sonntag die Oceania Marina für unsere 38-tägige Kreuzfahrt Lima – Lissabon auf uns wartet.

Oder auch nicht, wie wir soeben erfahren haben. Wie viele andere Kreuzfahrtgesellschaften hat sich auch die Oceania entschlossen, die Schifffahrt für vorerst 30 Tage einzustellen. Für uns kein Problem, nur die Unwissenheit, wann und wie wir wieder nach Hause kommen trübt ein wenig die Freude am Aufenthalt hier in Lima.

Die Terrassen von Maras und Moray

Die Salzbecken liegen von November bis April wegen des Regens brach

13. März 2020

Auf dem Weg von Cusco nach Ollantaytambo – von hier aus fährt der Zug nach Machu Picchu – haben wir mit Alejandra, unserer Guide, zwei völlig verschiedene Terrassenanlagen im Heiligen Tal der Inkas besucht, die Salinen von Maras auf rund 3400 m und die kreisförmigen Terrassen von Moray.

Die Saline von Maras ist die höchstgelegene Salzfarm der Welt, die aus rund 4500 übereinander am Berghang angeordnete Becken besteht. Diese sind durch ein ausgeklügeltes Bewässerungssystem miteinander verbunden und werden aus einer stark salzhaltigen Quelle aus dem umliegenden Bergmassiv gespeist. Verdunstet das Wasser bleibt reines Salz zurück. Die Anlage wurde von den Inkas angelegt und ist über tausend Jahre alt. Betrieben wird sie von Mai bis November von den Salzbauern der Dorf-Kooperative Maras.

Die einzelnen Becken dürfen nicht an Aussenstehenden verkauft werden, in der Regel bleiben sie in der Familie und werden weitervererbt.

Beeindruckend sind auch die kreisförmigen Terrassen von Moray. Auch diese wurden von den Inkas angelegt und dienten sehr wahrscheinlich der Agrarforschung. Auf den verschiedenen Ebenen wurden die unterschiedlichsten Pflanzenarten gesät und beobachtet, in welcher Höhe und Lage sie am besten gedeihen.

Bleibt gesund!

Vulkane, ein Canyon, zwölf Kondore und unzählige Sombreros

Colca Canyon

9. März 2020

Von Arequipa aus sind wir mit unserem nur spanisch sprechenden Fahrer Edegar auf einen zweitägigen Ausflug ins Colca Tal und zur Cruz des Kondors aufgebrochen. Die Strasse führte uns zuerst hinauf in die karge Hochebene Pampa Cañahuas. Hier haben wir unzählige Vicuñas, Lamas und Alpakas gesehen und zu unserem Erstaunen auch viele Flamingos.

Alpaka
Wahrscheinlich ein Lama, die sind hässlicher als Alpakas
Vicuña?

Der höchste Punkt unseres Ausfluges war der 4910 hohem Patapampa Pass, der normalerweise eine großartige Aussicht auf die bis über 6000 m hohen Vulkane bietet. An diesem Tag war die Sicht nicht so gut und so sind die meisten Fotos wieder im Papierkorb gelandet.

aktiver Vulkan: Sabancaya
Der Sabancaya vom Flugzeug aus
Killawasi Lodge nahe Chivay, dem Hauptort des Tales

Übernachtet haben wir in der schönen Killawasi Lodge. Leider habe ich die Höhe nicht gut vertragen und konnte die Infrastruktur des Hotels nicht geniessen. Doch nach zwölf Stunden Schlaf war ich am nächsten Morgen wieder fit für die Weiterfahrt zum Cruz del Cóndor, dem schönsten Aussichtspunkt des Colca Canyons.

Der Colca Canyon ist gemäss Wikipedia der dritttiefste der Welt. Die Tiefe? 3269 m bzw. 1200 m, je nachdem, ob man vom höchsten Berggipfel nahe der Schlucht oder vom Rand der Schlucht aus bis zum Fluss misst.

The Kissing Condors

Wir hatten Glück, an diesem Morgen liessen sich insgesamt zwölf Kondore von der Thermik tragen und kreisten über unsere Köpfe. Der Andenkondor ist der grösste fliegende Vogel der Welt, die Spannweite der Flügel kann beim Männchen über 3 m sein. Ein gewaltiges Schauspiel. Gemäss Edegar kommen sie jeden Morgen um die Touristen zu bestaunen.

Zurück Richtung Chivay und Arequipa kamen wir wieder an den von Menschenhand angelegten Terrassen vorbei. Diese Terrassen wurden bereits vor der Zeit der Inkas angelegt. Auf dem fruchtbaren Boden gedeihen heute Bohnen, Kartoffeln und Mais.

Auch wunderschön sind die farbigen Kleider der einheimischen Frauen, die zur Cabana und Collagua Volksgruppen gehören.

Links: Cabana, rechts: Collagua

Bis zur Eroberung durch die Spanier blieben diese zwei ethnischen Gruppen unter sich, eine Mischehe war verboten. Sie unterschieden sich durch die Kopfform. Die Köpfe der Babys wurden zwischen zwei Holzlatten so lange eingebunden, bis der Schädel die gewünschte Form angenommen hatte und irreparabel war. Die Cabanas gaben ihren Babys eine flache und breitere, die Collaguas eine längliche und schmälere Schädelform. Wenigstens haben wir die Erklärungen von Edegar so verstanden. Die Spanier fanden diese Praxis barbarisch und haben sie untersagt. Auch das Verbot der Mischehe wurde aufgehoben. Heute unterscheiden sich die Frauen durch den Sombrero, wobei die Tochter immer die Volksgruppe der Mutter annimmt. Genug der Worte, jetzt nur noch Bilder.

Und diese zwei hier unten? Zwei Männer in Frauenkleidern

Die Legende besagt, dass das Tragen von Frauenkleidung eine Strategie war, die es dem jungen Mann ermöglichte, beim Tanzen auf Mädchen zuzugehen um sie zu umwerben. Heute gehört der traditionelle Wititi-Tanz aus dem Colcatal zum Unesco Kulturerbe.

So, jetzt verabschieden für uns erst einmal. Morgen geht es Richtung Macchu Picchu, wir sind echt gespannt.

Euch allen eine schöne Woche!

Los Cocineros

Peter im Element, ich weit ausserhalb meiner Komfortzone

7. März 2020

Die peruanische Küche ist ausgesprochen vielfältig und gehört zu den besten der Welt. Um diese Küche ein wenig besser kennenzulernen, haben wir uns zu einem halbtägigen Kochkurs angemeldet. Zuerst haben wir mit Arturo, unserem Chef, den Markt San Camillo besucht. Die Auswahl der Früchte hat uns fast umgehauen, die Hälfte davon kannten wir gar nicht.

Es gibt über dreißig Sorten Kartoffeln, In allen Größen und Farben, auch getrocknete:

Getrocknete Kartoffeln halten bis zu fünf Jahre
Hier durften wir uns in der Küche austoben

Ja, eigentlich hatte ich angenommen, nur ein wenig schnippeln zu müssen und mich dann elegant in eine Ecke verdrücken zu können, aber weit gefehlt! Von der Mise en place bis zur richtigen Stellung der Füsse beim Schneiden mussten wir alles lernen und schlimmer, ich musste auch Fleisch braten! Für mich der übelste Geruch der Welt.

Zur Vorspeise haben wir uns ein richtig typisches peruanisches Gericht zubereitet: Ceviche, ein roher in Tigermilk marinierter Weissfisch. Die Tigermilk haben wir aus Limettensaft, Ingwer, Chili, Salz, Zwiebelwasser und ein Stückchen vom rohen Fisch gemixt. Serviert wird das Ganze mit Sweet Potatos und geröstetem Corn.

Als Hauptgang dann ein typisches Gericht aus der Region: Lomo Saltado de Alpaca = sautiertes Alpakafilet. Das Filet haben wir mit Pisco und Soyasauce flambiert und Arthur hat uns Potato Wedges dazu frittiert.
Uns hat alles richtig gut geschmeckt, nur das Anrichten müssen wir wohl noch ein wenig üben.

Ceviche, schmeckt besser als es aussieht
ungewollte Aufnahme
Alpakafilet

en Guete!

Schönes Wochenende und bleibt gesund 😷😷😷😷😷😷😷🤗🤗🤗🤗

Bienvenidos a Peru 🇵🇪

4. März 2020

Am Sonntagabend sind wir nach einem fünfeinhalb stündigen, ziemlich turbulenten Flug sicher in Lima gelandet. Für die Sicherheit hat unser Stewart gesorgt, der hat in Miami schon vor dem Start auf der Rollbahn gebetet und sich mehrmals bekreuzigt. Dies hat sicher zu seiner Beruhigung beigetragen, leider hat dies bei mir eher das Gegenteil bewirkt. Wie auch immer, bereits am nächsten Morgen sind wir wieder in ein Flugzeug gestiegen und sind nach Arequipa geflogen.

Arequipa, die „weisse“ Stadt, liegt auf 2353 m und ist von drei schneebedeckten Vulkanen umgeben.

der höchste der Hausvulkane: Chachani 6075 m.ü.M.

Den Übernamen „weisse Stadt“ verdankt Arequipa zum einen Sillar, einem hellen Vulkanstein aus dem viele Bauten im alten Stadtkern erbaut sind und zum anderen, weil früher das Stadtzentrum den Weißen vorbehalten war.

die Catedral de Arequipa



Mitten im Stadtkern verbirgt sich hinter hohen Mauern das 1579 erbaute Santa Catalina Kloster. Hier lebten über drei Jahrhunderte hinweg 150 Nonnen mit ihren 400 Dienstmädchen.

Santa Catalina ist über 20‘000 Quadratmeter gross und wie eine Stadt angelegt, jede Gasse hat einen Namen. Gärten, Werkstätten und eine Wasserversorgung sorgten dafür, dass das Kloster autark war.
Seit 1970 ist das Kloster für Besucher geöffnet, die 25 Nonnen leben heute in einem neueren Teil der Anlage.

Eigentlich würden wir noch gerne von unserem Marktbesuch und Kochkurs berichten, doch die Internetverbindung hier ist schwach und unstabil, wir verschieben es einstweilen.

Morgen geht es weiter zum Colca Canyon und zum Patapampa, ein Aussichtspunkt auf lockeren 4900 m.ü.M.

Goodbye Florida

26. Februar 2020

Blick auf Miami Beach von unserer Unterkunft im Opera Tower
Opera Tower Miami
Miami by night
Blick vom obersten Stockwerk in die Tiefe

Nach fünf sehr entspannten und geruhsamen Wochen in Florida geht es nun am Sonntag mit dem Flieger weiter nach Lima, Peru. Zusammen mit einer lokalen Reiseagentur haben wir ein zweiwöchiges Programm zusammengestellt, das uns auch viel Zeit lässt für Marktbesuche, Kochkurse und kurzen Wanderungen. Dazu aber später.

Die Wochen hier in „unserem“ Cottage in Pass-a-Grille Beach sind wieder wie im Flug vergangen. Dies ist wahrscheinlich unser letzter Aufenthalt in PAG-Beach, so schön es hier auch sein mag, die Mietpreise sind für den nächsten Winter extrem in die Höhe geschnellt und stehen in keinem Verhältnis mehr zum Gebotenen. Aber wir haben schon eine Alternative ins Auge gefasst….. Gulfport, nur einen Katzensprung von hier entfernt. Eine angenehme Kleinstadt mit nur einem Nachteil: der Strand ist nur knapp 200 Meter lang. Die langen Strandspaziergänge am frühen Vormittag werden wir vermissen, kurze tun‘s aber auch!

immer eine Augenweide: the Don CeSar Hotel

Auch hier in Florida war es diese Woche ungewöhnlich kühl und sehr windig. Umso schöner präsentierte sich der lange Strand von PAG, fast menschenleer, die Palmen im Wind und ein unheimliches klares Licht. Einfach nur schön

…. ich hab die Haare schön…

Euch wünschen wir ein wunderschönes, nicht allzu windiges Wochenende und bis bald aus Peru 🇵🇪