Namibia – die Namibwüste und das Sossusvlei

Tief beeindruckt hat uns die Salzpfanne des Sossusvlei, die Teil des Namib-Naukluft-Nationalparks ist. Sie liegt in der Mitte des Parks in der gut 32.000 Quadratkilometer großen Namibwüste und beherrscht die gesamte Küstenlandschaft Namibias zwischen dem Kuiseb Canyon im Norden und dem Koichab-Fluss im Süden bei Lüderitz. Nachdem im Laufe der Zeit dem Park immer mehr Gebiete hinzu geordnet wurden, ist er mit nahezu 50.000 Quadratkilometern Afrikas größter Nationalpark.

Das Vlei ist Teil einer mehr als 300 Kilometer langen und 140 Kilometer breiten endlosen Dünenlandschaft. Aus dieser scheinbaren Leere und Endlosigkeit leitet sich die Bedeutung des Nama-Wortes für die Namib ab: Auf Deutsch heißt es „leerer Platz“ oder „Ort, wo nichts ist“. Was eigentlich nicht richtig ist, denn den Besuchern präsentieren sich hier die höchsten Dünen der Welt. Mit Höhen von bis zu 300 Metern erheben sich die Sandberge rund um die riesige Salzpfanne, auch Vlei genannt („Sossus“ -> „blinder Fluss“, „Vlei“ -> Salz-Lehm-Pfanne).

Der Eintritt in den Park darf erst nach Sonnenaufgang erfolgen, zum Sonnenuntergang müssen alle Besucher das Gebiet wieder verlassen haben. Ausser man hat wie wir das Glück im Park übernachten zu dürfen. Für Übernachtungsgäste öffnet sich das innere Tor bereits um fünf Uhr morgens, also eine gute Stunde bevor das äussere Tor für die Tagesbesucher aufgeht. Ja, und dann beginnt das grosse Wettrennen wer zuerst bei der bekannten Düne 45 oder bei Big Daddy ankommt. Muss nicht sein, die Dünen sind auch nach Sonnenaufgang spektakulär!

Düne „45“ – die Dünen sind durchnummeriert
Parkplatz bei Düne 45 drei Stunden nach dem Run…

Die einmalige Atmosphäre des Deadvleis

Parkplat beim Deadvlei, nur mit 4×4 erreichbar
Das Deadvlei

Rund sechs Kilometer vom Sossusvlei entfernt liegt das Deadvlei. Hier prägen vor allem abgestorbene Kameldornbäume die bizarre Landschaft, denn trotz ihrer tiefen Wurzeln können sie durch die dicke abgelagerte Kalkschicht nicht mehr an das lebenspendende Wasser gelangen. Die langsam vertrocknenden und von der Sonne gebleichten Bäume heben sich kontrastreich vom hellen rissigen Lehmboden der Senke und dem tiefen Blau des Himmels ab.

Was macht man, wenn man sich für keines der Bilder entscheiden kann? Genau, man nimmt einfach alle….


Die schnell vorbeiziehenden Wolken haben Farben und Stimmungen im Deadvleis laufend verändert. Für uns eines der Highlights dieser Reise. Obwohl die Anreise zu Namibias Nationalparks selten – eigentlich nie – bequem war.

Blick auf die geteerte! Strasse zum Sossusvlei – geteerte Strassen haben hier in den Nationalparks Seltenheitswert


Ein paar Einheimische durften wir noch bewundern

Bis bald und gute Nacht allerseits!

5 Kommentare zu „Namibia – die Namibwüste und das Sossusvlei“

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