Wieder unterwegs – Los Naranjos

21. Dezember 2025 – 1. Januar 2026

Los Naranjos bedeutetet auf Spanisch „Orangenbäume“, allerdings haben wir hier in der Gegend noch keine gesehen. Dafür Kokospalmen, Papayas-, Platanos- und Bananenbäume und auch Kakaobäume. All dies wächst hier rund um unser Cottage in diesem gepflegten und ordentlichen „Dschungel“.

Links Plátano, rechts Bananen

Unser Cottage ist im Erdgeschoss offen, wir fühlen uns wirklich wie mitten in der Natur. Frühmorgens stehen wir mit dem Gezwitscher der Vögel auf, abends begleiten uns verschiedenste, manchmal undefinierbare Laute ins Bett. Und dann haben wir natürlich die Moskitos, die mich eindeutig zum Stechen gern haben. Von Peter halten sie scheinbar nicht so viel.

Nur der Rio Piedras trennt uns vom Tayrona Nationalpark. Nicht vom touristischen Teil mit den schönen, mit Holz ausgelegten Wanderpfaden, sondern vom wilden, ursprünglichen Teil. Auch hier, nahe der Mündung des Rio Piedras, ist das Baden wie im Nationalpark und an vielen anderen Stränden wegen starken Strömungen untersagt. Im Park selber ist an ein paar wenigen Stränden das Baden erlaubt, dort tummeln sich allerdings die unzähligen Tagestouristen, die carweise vorwiegend aus Santa Marta heranchauffiert werden.

Als unser Host uns den Weg durch den Fluss in den Park zeigte, habe ich lachend gefragt, ob es denn sicher sei oder ob wir auf Krokodile aufpassen müssten. Seine Antwort: „Nein, nein, keine Krokodile und die Kaimane bleiben unten an der Mündung wo das Wasser tiefer ist. Und gross sind sie auch nicht.“ Wir dachten, es sei ein Witz. Ist es aber nicht. Es gibt da tatsächlich Kaimane, gesehen haben wir natürlich keine.

Die Früchte schmecken hier unglaublich gut. Auch sonst essen wir gut aber sehr einfach. Im Restaurant meistens Arroz mit Pollo oder Pechuga de Pollo mit Arroz und im Cottage viel Pasta und Tomatensalat, Blattsalate haben wir am Markt noch nicht gefunden.

Wir verlassen nur ungern unser kleines Paradies und geniessen die Ruhe, die nur vom dumpfen Geräusch einer herabfallenden Kokosnuss und vom Rauschen des Windes unterbrochen wird.

Trotzdem müssen wir vorzeitig unsere schöne Unterkunft einen Tag früher als geplant verlassen und uns bereits am 1. Januar auf dem Weg zurück nach Cartagena machen. Unser Direktflug am Freitagabend nach Medellín wurde gestrichen und wir mussten umdisponieren und neu buchen. Hat ein wenig Nerven gekostet doch jetzt sind wir mit der Lösung zufrieden.

Wir bleiben ein paar Tage in Medellin, wohin unsere Reise danach geht wissen wir noch nicht. Das werden wir dann mit Reiseführer, Empfehlungen und Strassenkarte entscheiden. Sicher ist nur unser Rückflug mit der Edelweiss ab Bogota am 1. Februar. Ein wenig Spannung muss auch sein.

Bis bald, bliebed gsund und hebet eu Sorg 👋🏼👋🏼🥂

8 Kommentare zu „Wieder unterwegs – Los Naranjos“

      1. Hätte ich gewusst wie das Blatt aussieht,
        hätte ich auch das Blatt noch gebastelt und nicht nur die vollreife Papaya, als ich mal eine auf Leinwand brachte.
        Später ist man immer schlauer.

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