Wieder unterwegs – Salamina und die Valle de la Samaria

9. – 12. Januar 2026

Von Jardín nach Salamina sind es nur 160 km, doch wieder haben wir für diese Strecke rund fünf Stunden gebraucht. Die Strassen zu den Bergdörfern sind meistens eng und holprig, es wird aber auch viel gebaut und verbessert.

Unterwegs nach Salamina – Nachbargemeinde La Merced
Unterwegs nach Salamina

Auch Salamina befindet sich im Herzen der Kaffee-Region Kolumbiens und gehört zu den „Pueblos patrimonio de Colombia“, zum UNESCO Weltkulturerbe. Sie trägt den Übernamen die „Stadt des Lichts“ da viele Schriftsteller und Musiker von hier stammen.

Salamina

Uns interessierte Salamina nicht nur wegen der malerischen Lage auf einem Hügel, sondern auch wegen ihrer Nähe zur „Valle de la Samaria“. Hier, wie auch in der sehr touristischen „Valle Cocora“ wächst die seltene Quindío-Wachspalme, der Nationalbaum Kolumbiens.

Die abenteuerliche Fahrt mit einem Willys-Jeep von Salamina zur Finca Mirador de Samaria dauert normalerweise etwas mehr als eine Stunde. Da es an den Tagen zuvor wieder heftig geregnet hatte und die Strasse sich in noch einem schlechteren Zustand befand als üblich, dauerte unsere Fahrt um einiges länger. Während Peter sich vorne neben dem Fahrer sichtlich wohl fühlte, wurden unsere Tourguide Corina und ich ziemlich heftig durchgerüttelt.

Die Wachspalme ist die höchste Palmenart der Welt und wird bis zu 60 m hoch. Leider ist auch diese Art vom Aussterben bedroht und deshalb seit 1985 geschützt. Trotzdem schrumpft ihr Bestand, denn die Palme kann sich nur im Schatten eines Waldes entwickeln. Weil die Bauern der Gegend vorwiegend von der Fleisch- und Milchwirtschaft leben, wurde ein grosser Teil dieser Wälder zu Gunsten der Weidehaltung abgeholzt.

Ohne den Schutz des Waldes werden die Palmensprösslinge entweder gefressen oder von der Sonne verbrannt.

Auch erwachsene Bäume sterben ohne den Schutz des Waldes, auf dem obigen Foto gut zu erkennen.

Eigentlich war vom Mirador aus eine Wanderung zu den grösseren Wachspalmen-Wäldern geplant. Doch wegen Erdrutsche infolge der Regenfälle war ein Teil der Wanderwege unpassierbar und wir mussten einmal mehr auf eine Wanderung verzichten.

Dafür hatten wir das grosse Glück einen Schwarm Gelbohrsittiche beobachten zu dürfen. Gemäss Corina ein immer selteneres Ereignis, da auch dieser Sittich vom Aussterben bedroht ist. Er ist stark von der Wachspalme abhängig, die er zum Schlafen, Nisten und als Nahrungsquelle benötigt.

Wer erkennt die Gelbohrsittiche?
Foto Wikipedia

Der Regen ist seit dem 2. Januar ein Dauerthema. Deshalb haben wir uns entschlossen, die nächsten Tage in einem Hotel mit Therme zu verbringen. Wenn schon nass, denn bitte warm 🌂🕶️

☔️👋🏼🐳☔️☔️👋🏼🐳☔️

Hinterlasse einen Kommentar