5.-8. Oktober 2026
Nantes, die ehemalige Hauptstadt der Bretagne, erreicht man von Saarbrücken aus mit dem TGV in etwas mehr als vier Stunden reiner Fahrzeit. Leider führt die Strecke über Paris und ist mit einem Bahnhofswechsel verbunden. In unserem Fall mussten wir mit der Metro von der Gare de l‘Est zur Gare de Montparnasse. Wir haben weder Rolltreppen noch Aufzüge vorgefunden, so mussten wir unser Gepäck mühsam die Treppen rauf und wieder runter schleppen. In solchen Augenblicken frage ich mich, wie viel Unnötiges ich wohl in den Koffer gepackt habe …
Viel von der französischen Metropole an der Loire haben wir leider nicht gesehen, eine starke Erkältung hat uns immer wieder zu Erholungspausen ins Hotel gezwungen. Aber das Wenige, das wir gesehen haben, hat den Ruf einer faszinierenden und aufstrebenden Stadt bestätigt.
Ein kurzer Spaziergang vom Hotel aus bringt uns zur Place Royale mit der Fontaine de la Loire. Die Marmorfigur an der Spitze symbolisiert die Stadt Nantes.

Unweit der Place Royal befindet sich die Passage Pommeraye. Die nostalgische Einkaufspassage von 1843 wurde saniert und erstrahlt wieder im alten Glanz, mit drei imposanten Säulengalerien, ihren verschnörkelten Eisentreppen, Stuck und Putten.




Zum Glück für uns genügten nur wenige Schritte, um ein weiteres Highlight zu entdecken. Die Place Graslin. Hier befindet sich das Theater der Stadt und – für uns viel interessanter – die Brasserie La Cigale. Nicht nur der Filmemacher Jean-Louis Trintignant, sondern auch wir sind der Meinung, dass diese Brasserie wohl die schönste der Welt ist. Erkältung hin oder her, wir mussten einfach zum „Déjeuner“.









Auf der ehemaligen Werftinsel Ile Nantes befindet sich eine weitere Attraktion: Le grand Élèphant.


Dieser mechanische Elefant ist 12 m hoch, 8 m breit und 21 m lang. Er kann bis zu 50 Passagiere für einen 30-minütigen Rundgang mit an Bord nehmen. Wir haben das Spektakel verpasst, da wir genau ein paar Minuten vor der Mittagspause eingetroffen sind. Einmal mehr…. Die Franzosen nehmen es wirklich ernst mit der Pause. Was wir eigentlich ganz gut finden. Aber da wir das nicht so kennen, stehen wir des Öfteren vor verschlossenen Türen. Oder werden mehr oder weniger sanft aus einem Museum hinauskomplimentiert. Die Leiden eines Reisenden….
Am letzten Tag, auf dem Weg zum Bahnhof konnten wir endlich das Wahrzeichen von Nantes, das Château des Ducs de Bretagne wenigstens teilweise bewundern. Leider blieb uns keine Zeit für eine Besichtigung. Der Zug nach Bordeaux wartete auf uns 🚂




Bon dimanche! 🍷🍷🍷👋🏼👋🏼
