Pünktlich um sechs Uhr morgens startete unsere Safari im offenen Geländewagen durch einen Teil des Chobe Nationalparks. Das frühe Aufstehen hat sich gelohnt, endlich konnten wir auch viele Löwen aus der Nähe bewundern. Und natürlich wieder Elefanten, Giraffen, Affen…
Sonnenaufgang im Chobe Nationalpark
Eine Giraffe stand so Nahe am Wagen dass ich sie nicht sehen konnte. Ich habe ihre Beine mit Bäumen verwechselt!
Der Köcherbaum oder „Kokerboom“ findet man ausschliesslich in den sehr heissen Regionen Namibias und im Nordwesten Südafrikas. Eigentlich ist es kein Baum sondern eine Aloen-Art, dessen Stamm bis zu sieben Metern hoch werden kann. Die einheimischen San und Hottentotten höhlten die faserigen Äste aus und benutzten diese als Köcher für ihre Pfeile.
Die Spitzkoppe ist eines der meist fotografierten Motive Namibias. Der 700 m hohe Inselberg erhebt sich unvermittelt aus einer relativ flachen wüstenartigen Landschaft. Schon von weitem ist diese imposante Erhebung auszumachen. Wegen ihrer markanten Form bezeichnet man die Spitzkoppe auch als das Matterhorn Namibias.
Doch der Weg dahin ist beschwerlich. Von der Hauptstrasse führt eine 30 km lange Schotterpiste zu den Camps inmitten dieser wunderbaren Natur. Vom Mensch und Fahrzeug wird einiges abverlangt, es rüttelt und schüttelt, dann knallt wieder etwas auf den Boden… kaum aufgeräumt, geflickt und erholt geht’s am nächsten Tag wieder die gleiche Strecke zurück. Uns ist bei einer Bodenwelle unbemerkt die Kühlschranktüre aufgesprungen, fast der gesamte Inhalt hat sich auf dem Boden ausgebreitet. Und man glaubt es nicht, die Eier haben den Sturz unbeschadet überstanden. Diese Eierschalen müssen aus Zement sein!
Nach dem Krüger Park folgt mit dem weltberühmte Okavango-Delta ein weiterer Höhepunkt dieser Reise.
Vom Krüger Park sind es rund 1200 km bis nach Maun im Herzen des Okavangos Deltas. In Polokwane haben wir Südafrika verlassen und sind über die Grenze nach Botswana. Gemäss unserem Roadbook mussten wir uns mit Klemmbrett, Kugelschreiber, Pass, Fahrzeugpapiere sowie Bargeld und Kreditkarte ausrüsten. Dann ging es los, zuerst in Südafrika die Ausreise bestätigen lassen, dann zur Grenzstation Botswanas und Fieber messen, Schuhe desinfizieren, das Fahrzeug zur Desinfizierung durch eine Furt fahren, parken, zur Immigration gehen, Pass abstempeln lassen, Aufenthaltsdauer und erste Unterkunft angeben. All dies erledigt, erhielten wir einen Gatepass der ebenfalss abgestempelt wurde. Ein paar Schalter weiter zahlten wir für eine zusätzliche Autoversicherung und Strassenbenutzungsgebühren. Danach gab es für den Gatepass noch einen Stempel. Jetzt nur noch durch die Polizeikontrolle, wo uns der Gatepass wieder abgenommen wurde. Ganz einfach! Willkommen in Botswana!
Wie wahr. Kaum sind wir aus Florida zurück heisst es schon wieder: Koffer packen! Schon am nächsten Freitag geht’s mit der Turkish Airline via Istanbul nach Johannesburg. Die Swiss fliegt zwar von Zürich direkt dorthin, preislich ist sie aber nicht so interessant wie die Turkish. Ausserdem ist diese nicht nur ein Mitglied der Star Alliance, sondern wird auch seit Jahren zu den besten Airlines der Welt gezählt.