Der 380 Kilometer lange Fluss entspringt am Mont Lozère und durchfließt u.a. die Städte Montauban und Albi um schliesslich bei Moissac in die Garonne zu münden.
Wir sind mit dem Wohnmobil der D907 gefolgt, die sich am rechten Ufer mit unzähligen Kurven und Kehren durch die 63 km lange Tarnschlucht windet. Da wir ostwärts gefahren sind, hatte ich als Beifahrerin das Vergnügen, in die Schlucht zu blicken. Was ich eigentlich nicht immer wirklich als Vergnügen empfunden habe🤢. Bis zu 500 m tief hat sich der Fluss in den Fels gegraben, der Anblick ist zwar spektakulär, aber manchmal auch schwindelerregend.
Am letzten Dienstag haben wir das gemietete Hausboot wieder gegen unser Wohnmobil getauscht. Nun sind wir wieder zu zweit unterwegs, da für unsere Freunde die Ferien vorbei sind. Noch sind sie nicht im Rentenalter!
Nach einem kurzen Aufenthalt auf einem Campingplatz bei Toulouse sind wir nach Albi gefahren. Ihre beeindruckende Altstadt liegt am Fluss Tarn nur 77 km nordöstlich von Toulouse und ist seit 2010 UNESCO-Weltkulturerbe.
Genau wie bei unserer letzten Reise in Kolumbien geht’s auch hier in Frankreich weiter: mit Regen! Seit wir am Montag bei Genf die Grenze überquert haben, freuen wir uns über das „frische“ Wetter. Wir haben Regenschauer, Dunst und spannende Wolkenbilder erlebt, und zwischendurch konnte sich auch mal ein Sonnenstrahl durchsetzen. Die Strecke zwischen Annecy und Grenoble hat uns das volle Wetterprogramm geliefert!
Seit gut einer Woche sind wir wieder zuhause. Erst jetzt haben wir richtig Zeit, unsere Eindrücke zu verarbeiten und ein wenig zur Ruhe zu kommen. So eine Reise ist wirklich kein Urlaub! Über 11‘000 km haben wir in 61 Tagen zurückgelegt, viel Eindrucksvolles und Schönes gesehen. Aber auch viel Armut. Die Folgen der Apartheid und Kolonialisierung sind noch lange nicht überwunden. In Namibia besitzt eine weisse Minderheit ca. 70 % des Farmlandes. In Südafrika besitzen die Weissen noch immer zwei Drittel des Landes. Eine Landreform wäre bitter nötig doch ist mit vielen Schwierigkeiten verbunden.
Langebaan, Western Cape, SA
Würden wir uns nochmals auf solch einer Reise einlassen? Jein! Mit Seabridge ein ganz klares ja, z.B, Japan oder die Baja California. Aber ganz ganz sicher nicht mehr länger als drei bis vier Wochen. Länger ist das Reisetempo für uns einfach zu ermüdend. Zu viele Eindrücke zu schnell aufeinander. Nicht alle fühlen wie wir, z.B. die Panamericana mit 200 Tagen wird nächstes Jahr gleich dreimal durchgeführt!
Trotz des für uns ungemütlichen Reisetempos, wir möchten keinen Tag missen! Es war eine unvergesslich schöne, eindrucksvolle und gut organisierte Reise. Hier noch ein paar (viele) Bilder….
Pünktlich um sechs Uhr morgens startete unsere Safari im offenen Geländewagen durch einen Teil des Chobe Nationalparks. Das frühe Aufstehen hat sich gelohnt, endlich konnten wir auch viele Löwen aus der Nähe bewundern. Und natürlich wieder Elefanten, Giraffen, Affen…
Sonnenaufgang im Chobe Nationalpark
Eine Giraffe stand so Nahe am Wagen dass ich sie nicht sehen konnte. Ich habe ihre Beine mit Bäumen verwechselt!
Der Köcherbaum oder „Kokerboom“ findet man ausschliesslich in den sehr heissen Regionen Namibias und im Nordwesten Südafrikas. Eigentlich ist es kein Baum sondern eine Aloen-Art, dessen Stamm bis zu sieben Metern hoch werden kann. Die einheimischen San und Hottentotten höhlten die faserigen Äste aus und benutzten diese als Köcher für ihre Pfeile.