Le Midi – Albi, la cité rouge

26. – 31. Mai 2026

Am letzten Dienstag haben wir das gemietete Hausboot wieder gegen unser Wohnmobil getauscht. Nun sind wir wieder zu zweit unterwegs, da für unsere Freunde die Ferien vorbei sind. Noch sind sie nicht im Rentenalter!

Nach einem kurzen Aufenthalt auf einem Campingplatz bei Toulouse sind wir nach Albi gefahren. Ihre beeindruckende Altstadt liegt am Fluss Tarn nur 77 km nordöstlich von Toulouse und ist seit 2010 UNESCO-Weltkulturerbe.

Ihr Beiname „La Rouge“ weist auf ihre Bauweise hin, da das Zentrum fast ausschliesslich aus örtlichem Backstein erbaut wurde. Dieses Material, das je nach Wetterlage in Rosa-, Rot- oder Ockertönen leuchtet, wurde aus dem Flussbett des Tarns gewonnen.

Auch die gewaltige Kathedrale Sainte-Cécile wurde aus Ziegelstein errichtet. Mit bis zu sechs Meter dicken Mauern, einer Länge von 113,5 und einer Breite von 35 Metern gilt sie als die grösste Backsteinkathedrale der Welt.

Machtdemonstration der katholischen Kirche nach dem Sieg über die Katharer

Die Stadt hat so viele verträumte Ecken und lauschige Plätze, ein wahres Paradies für Flanierer…

…. und für Geniesser

zuletzt noch dies:

Fast paradiesische Zustände herrschten für viele Menschen im 15. und 16. Jahrhundert in Albi. Damals wurde hier aus der Pflanze Pastel jenes blaue Pigment gewonnen, das in ganz Europa zum Färben von Stoffen begehrt war. Die Leuten hatten ihr Einkommen, ohne sich dabei gross zu Tode zu arbeiten. Sogar den Beruf des Biertrinkers gab es. Bezahlt wurde er allerdings nicht fürs Trinken, sondern für das genaue Gegenteil! Seine Berufsbezeichnung lautete dementsprechend „Pisseur“. Der Urin wurde benötigt um die getrocknete Pigmentpaste für den oft Monate lang dauernden Transport zu den Färbereien haltbar zu machen.

Heute fahren wir weiter Richtung Gorges du Tarn

Euch wünschen wir einen schönen und erholsamen Sonntag. ☀️

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