Pünktlich um sechs Uhr morgens startete unsere Safari im offenen Geländewagen durch einen Teil des Chobe Nationalparks. Das frühe Aufstehen hat sich gelohnt, endlich konnten wir auch viele Löwen aus der Nähe bewundern. Und natürlich wieder Elefanten, Giraffen, Affen…
Sonnenaufgang im Chobe Nationalpark
Eine Giraffe stand so Nahe am Wagen dass ich sie nicht sehen konnte. Ich habe ihre Beine mit Bäumen verwechselt!
Am letzten Dienstag, also genau vor einer Woche, hat unsere Gruppe in Johannesburg ihre Wohnmobile übernommen. Mit einem WoMo für das Reiseleiterpaar plus einem für den Mechaniker sind wir mit total 17 Fahrzeugen unterwegs. Die Wohnmobile sind mit dem Nötigsten ausgestattet, wobei ich eine Microwelle nicht unbedingt dazu zähle. Auch nicht einen kleinen und grossen Teekessel – wohl für unsere englischen Freunde – aber einen Toaster hätte der Ausstattung nicht geschadet. Dazu ist zu vermerken, dass es in den hiesigen Geschäften für umgerechnet ein paar Franken oder Euro alles vermeintlich Lebensnotwendige zu kaufen gibt. Die Auswahl in den Supermärkten ist mit unserer vergleichbar.
Nach dem Ausflug ins schöne und beschauliche Toruń war der gestrige Tag ein wahres Kontrastprogramm. Zuerst der Besuch der Wallfahrtskirche Heiligelinde, dann Hitlers Führerhauptquartier in Ostpreußen, die Wolfsschanze.
Die Orgel
Der Marienkult von Heilige Linde (polnisch Święta Lipka) geht auf eine Sage aus dem 14. Jahrhundert zurück. Sie erzählt von einem in Rastenburg zum Tode verurteilten Mann, der Maria um Hilfe angefleht hat. Diese soll ihm aufgetragen haben, eine aus Holz geschnitzte Figur von ‚Unserer Lieben Frau‘ anzufertigen. Nachdem er wegen dieser Skulptur freigelassen wurde, hängte er die Figur an eine Linde auf dem Weg von Rastenburg nach Rössel. In den folgenden Jahren und Jahrzehnten sollen sich dort tatsächlich viele Wunder ereignet haben. Der Begriff „Heilige Linde“ weist jedoch weiter in die Vergangenheit zurück, nämlich auf einen heidnischen Kultplatz der Prußen.