Nach dem Ausflug ins schöne und beschauliche Toruń war der gestrige Tag ein wahres Kontrastprogramm. Zuerst der Besuch der Wallfahrtskirche Heiligelinde, dann Hitlers Führerhauptquartier in Ostpreußen, die Wolfsschanze.

Der Marienkult von Heilige Linde (polnisch Święta Lipka) geht auf eine Sage aus dem 14. Jahrhundert zurück. Sie erzählt von einem in Rastenburg zum Tode verurteilten Mann, der Maria um Hilfe angefleht hat. Diese soll ihm aufgetragen haben, eine aus Holz geschnitzte Figur von ‚Unserer Lieben Frau‘ anzufertigen. Nachdem er wegen dieser Skulptur freigelassen wurde, hängte er die Figur an eine Linde auf dem Weg von Rastenburg nach Rössel. In den folgenden Jahren und Jahrzehnten sollen sich dort tatsächlich viele Wunder ereignet haben. Der Begriff „Heilige Linde“ weist jedoch weiter in die Vergangenheit zurück, nämlich auf einen heidnischen Kultplatz der Prußen.
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