21. September 2026
Am letzten Montag sind wir mit der Westbahn bis nach Stuttgart gefahren und von dort in die DB nach Heidelberg umgestiegen. Dachten wir wenigstens. Stand auch so an der elektronischen Anzeigetafel am Bahngleis und im Zug. Vier Minuten vor der Abfahrt der Schreck. Die Tafel sah jetzt so aus:

Prompt folgte auch die Durchsage: „Dieser Zug hält heute ausnahmsweise nicht in Heidelberg.“ 😳😳😳
Wie von der Tarantel gestochen sind wir aufgesprungen, haben unser Gepäck gepackt und sind Richtung Tür gerannt, wo wir die Zugbegleiterin getroffen haben. Auch sie wusste nichts von dieser Änderung, war genau so erstaunt wie wir. Aber sie hat uns geraten, im Zug bis nach Mannheim zu bleiben und dann mit der S-Bahn zurück nach Heidelberg zu fahren. Das wäre sicherer als mit dem IC Stuttgart – Heidelberg, der etwa eine Stunde später fuhr. Man wisse ja nie….
Die Fahrt nach Mannheim dauerte länger als geplant, da unser Zug häufig anhielt, um schnelleren Zügen den Vortritt zu lassen. Endlich in Mannheim, inzwischen schon zur Stosszeit, sind wir zum Perron 10, wo um 17 h die S-Bahn nach Heidelberg einfahren sollte. Ein paar Minuten vor 17 h dann die Durchsage: „Die S-Bahn nach Heidelberg etc. fährt heute ausnahmsweise von Gleis 11.“ Ohne zu murren stürzten wir uns alle zur Rolltreppe und hinüber zum angegebenen Gleis. Kaum dort und endlich wieder zu Atem gekommen, kam erneut eine Durchsage: „Die S-Bahn nach Heidelberg fährt ab Gleis 10.“ und alle sind wieder zur Rolltreppe gestürzt, erstaunlicherweise wieder ohne gross zu meckern.
Wir haben uns im Nachhinein richtig über die Situationskomik amüsiert. Erstaunlich, wie alle einfach das Ganze hingenommen haben, ohne ein böses Wort zu verlieren. Die gleiche Situation in der Schweiz? Lieber nicht vorstellen.
😂😂😂😂😂😂😂😂

