Rio und die Escadaria Selarón


Rio vom Corcovado aus gesehen

Auf und vor allem um unzähligen Hügeln gebaut, mit der Guanabarabucht im Osten und den kilometerlangen Sandstränden des Atlantiks im Süden, schöner als Rio de Janeiro kann wahrscheinlich keine Stadt der Welt liegen. Keine hat ein schöneres Panorama.

So schön!
Der darf natürlich nicht fehlen…..
Das Museu de Arte Contemporáneo in Niterói
Der Architekt Oscar Niemeyer wurde 104 Jahre alt und hat bis zu seinem Tod gearbeitet

Doch von Nahem betrachtet sieht man viel Hässliches, nicht die Favelas, die haben wir nicht besucht, sondern die vielen neueren Bauten, lieblos hingeknallt und potthässlich. Viele der älteren Gebäude wirken verwahrlost und benötigen dringend einer Sanierung, aber, und dies möchten wir wirklich hervorheben, Rio und auch die anderen von uns besuchten Städte wir Recife und Olinda können es in Punkto Sauberkeit mit jeder Schweizer Stadt aufnehmen. Für uns ist das die grösste Überraschung.

Wir haben Glück gehabt, noch in Florida haben wir gelesen, dass einer der Autoren von der Stefan Loose Reiseführer-Reihe „Brasilien“ in Rio lebt und auch Führungen anbietet. Also haben wir ihn kurzerhand für zwei Tage gebucht und es keinen Moment lang bereut. Mit ihm sind wir zu den schönsten Aussichtspunkten gefahren, haben urige Kneipen besucht, sind durch verschiedene Quartiere geschlendert und haben unheimlich viel über Rio und Brasilien erfahren. Sollte irgendjemand von euch nach Rio kommen, einen Tag mit Helmuth Taubald „rio-Insider.com“ ist wirklich jeden Real wert. Es kostet nicht mehr als eine Führung mit 35 anderen in einem unterkühlten oder überhitzten Bus – es scheint ja keine goldene Mitte zu geben – und mit Helmuth liegt die Chance, vorne beim Chauffeur zu sitzen bei 50%! Sogar bei 100% falls ihr euren Partner/In im Griff habt. Nur so nebenbei: ich saß hinten 😏😏😏

Mit ihm haben wir auch die “Escadaria Selarón” besucht, viele werden sie als die Fliesentreppe von Santa Teresa oder so kennen.

Bild aus dem Internet
Einsiedeln neben ACDC

Der chilenische Künstler Jorge Selarón zog 1983 nach Rio und begann 1990, die eher triste Treppe vor seinem Haus im Quartier Santa Teresa mit Fliesen zu verschönern. Nach und nach verwandelte er die 250 Stufen in ein gewaltiges Mosaik. Mit seinem Projekt wurde er immer bekannter und durch seinem Auftritt in einem Snoop Dogg Musikvideo wurde er weltberühmt. Bis zu seinem Tod 2013 war er damit beschäftigt, die ihm geschenkten Fliesen aus aller Welt in „seine“ Mosaiktreppe einzuarbeiten.

Bis heute ist sein Tod ein Rätsel, Mord oder Selbstmord? Er litt unter Depressionen, hatte aber auch Schwierigkeiten mit dem örtlichen Drogenboss, weil er sich weigerte Schutzgeld zu bezahlen. Geschichten und Gerüchte gibt es viele, die Wahrheit werden wir wohl nie erfahren.

Selarón hat mehr als 35000 mal das Bild einer hochschwangeren schwarzen Frau gemalt, 300 davon sind als Fliesen in der Treppe eingearbeitet.
Anflug auf Rio – im Hintergrund die Brücke nach Niterói

Morgen fliegen wir weiter nach Iguazú, gewaltige Wasserfälle erwarten uns. Zur Einstimmung regnet es jetzt hier in Rio, die Abkühlung tut gut. In den letzten Tagen sank die Temperatur auch nachts nicht unter 28 Grad.

Der Amazonas

Nach sieben Tagen auf dem Amazonas verlassen wir heute diesen Fluss der Superlative und fahren wieder aufs offene Meer hinaus. Eigentlich hatten wir nie das Gefühl, auf einem Fluss zu sein, zu breit und gewaltig fließt der Amazonas Richtung Meer. Dieser Strom mit seinen rund 1.100 Nebenflüssen bildet ein gigantisches Flusssystem. 20 % des Süßwassers der Erde fließen mit dem Amazonas in den Atlantik. Damit ist er mit Abstand der mächtigste Fluss der Erde, aber ob er auch der längste ist, darüber streitet man sich noch. Im Jahr 1980 wurde eine Länge von 6788 km gemessen, der Nil kam „nur“ auf 6671 km – aber eben, einig ist man sich da nicht.

Wer diesen Fluss wirklich erleben will, muss sich mit Zeit, viel Geduld und einem Moskitonetz rüsten und es sich auf einem der typischen Amazonasschiffe bequem machen. Von Iquitos aus, einer 350‘000-Einwohner Stadt im Norden Perus, bis zur Atlantikmündung könnte man so 3’700 km auf dem Flussweg zurücklegen. Von einem Schiff zum nächsten wechseln, immer wieder für kurze Zeit in einem dieser Orte verweilen, die nur mit Schiff oder Flugzeug zu erreichen sind…..  das wäre wirklich etwas für Abenteurer. Für uns nicht mehr ganz das Richtige, wir schlafen lieber in einem Bett als in einer Hängematte auf Deck 😎

Ausflug auf einem der vielen Nebenflüsse
Leben am Fluss
Das blaue Haus ist die Kirche
Um sich dem Wasserstand anzupassen sind die Häuser entweder auf Pfähle gebaut oder schwimmen auf dem Wasser
Fast 30 km lang fließen der Amazonas und der Rio Negro friedlich nebeneinander bis sie sich vermischen

Leider behält die Farbe des Amazonas die Oberhand
Der Hafen von Manaus am Rio Negro
Brücke über dem Rio Negro
Santarém
Alter do Chao am Rio Tapajos bei Santarém
Heutige Stimmungen am Delta – der Amazonas ist hier über 300 km breit!
Einfach nur schön

En guete Start i die neui Wuche!

Mit der Sirena von Miami nach Rio de Janeiro

Die Oceania Sirena
Unsere Route

Wir haben gestern unser gemütliches Nest in Pass-a-Grill verlassen und werden morgen unsere Kabine auf der Sirena beziehen, die für 22 Tage unser neues Zuhause sein wird.

Die Sirena ist mit 684 Passagieren ein relativ kleines Schiff, das Unterhaltungsangebot hält sich hier in Grenzen. Dafür kann die Sirena kleinere Häfen anlaufen und – für uns DAS Verkaufsargument – den Amazonas befahren. Und auch noch sehr wichtig, die Schiffe der Oceania sind bekannt für die gute Küche. Freu mich jetzt schon darauf, die Hosen nicht mehr zuzukriegen😩😩😩😩

Den heutigen Tag haben wir in Miami Beach verbracht, allerdings haben wir diesen nicht am Strand vertrödelt – schöner als der in Pass-a-Grille ist ja sowieso keiner hier in Florida – sondern sind stundenlang durch die Stadt gebummelt und haben uns die vielen Art-Deco Gebäude angesehen und fotografiert! Man kriegt einfach nicht genug. Nachfolgend ein paar Fotos, wahrscheinlich zu viele:

Miami BEACH trägt den Namen zu Recht

Nur noch ein Bild:

Soll ein Witz sein, der Hund ist nicht echt

Und noch das allerletzte Foto:



Es ist unheimlich spannened, hier in Miami Beach durch dir Straßen zu schlendern und der bunten Menschenmenge zuzugucken, es gibt fast nichts, was da nicht zur Schau getragen wird. Manchmal ist es witzig, manchmal erstaunlich und manchmal einfach nur grauenhaft! Aufnahmen haben wir keine gemacht, da müsst ihr schon mal selber in den Flieger steigen.

Und jetzt verabschieden wir uns wieder für eine Weile von euch, keine Ahnung wie und ob überhaupt ein Internet auf der Sirena verfügbar ist.

👋🏼 👋🏼👋🏼👋🏼👋🏼👋🏼👋🏼

Die Alten steigen in die Höhe!


Übung der Stufe 4

Endlich konnte ich mein Geburtstagsgeschenk einlösen, wir haben den gestrigen Tag mehr oder weniger entspannt in den Bäumen des Treeumph Seilparks verbracht. Und heute tut uns so ziemlich alles weh, was wehtun kann….. Nacken, Arme, Hände, Beine….. wann habt ihr das letzte Mal einen Spagat zwischen zwei Holzrollen gemacht, die drei 😉 Meter weit auseinander liegen und dazu noch schwingen? Und das ganze noch fünf Meter über dem Boden? Ja, diese Übung wird mir noch lange in Erinnerung bleiben! Oder der Übergang auf einem Skateboard! Ganz einfach, hat mir einer zugerufen „just like surfing“. Sehr witzig!

So sah es bei uns nicht ganz aus… ich landete mit meinem Hintern grazil auf den Seilen, das Brett gelangte ohne mich ans Ziel. Es besteht noch Übungsbedarf

Nach der Surfbrettübung hatte ich bald genug und ich liess mich von einem Guide langsam und sorgfältig wieder auf den Boden herabseilen. Wieso eine Leiter benutzen wenn es so einfach geht? Ich hätte noch zwei Übungen bis zur nächsten Zipline machen müssen, darunter die zuoberst abgebildete mit den freischwingenden Holzpfosten, aber dafür hatte ich einfach keine Kraft mehr. Peter hat sich durchgebissen und auch diese letzten zwei Übungen gemacht, auch er ist an seine Grenzen gestossen.

Sieht so locker aus…..
Stufe 1

Mit jeder Stufe steigt die Entfernung vom Boden, was eigentlich nicht weiter schlimm ist. Die Herausforderung liegt in den immer weiter von einander liegenden Schwingelementen. Keine Ahnung, wie wir gewisse Übungen geschafft haben.

Zum Schluss kann das Abenteuer mit einer langen Ziplinefahrt abgeschlossen werden. Vorausgesetzt, man schafft die Kletterei auf den Turm. Ich habe verzichtet.

Und nächstes Jahr schaffe ich auch noch die letzen zwei Elemente!

Euch allen wünschen wir ein entspanntes Wochenende ☃️☃️☃️☃️☃️☃️