Heute am Gate

Heute durften/mussten wir uns am Abflugsgate in der Priority-Line einreihen. Uns ist nicht ganz klar, in welcher der obigen vier Kategorien wir einzuordnen sind. Kommentare eurerseits sind nicht erwünscht, Engelbärchen, auch von dir nicht.

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Foz de Iguazú

Endlich mit Sonnenschein

Heute morgen scheint endlich die Sonne. Unser Hotel befindet sich im Parque Nacional do Iquacu, so können wir die Fälle auch frühmorgens oder abends besichtigen, wenn der Park für die Tagestouristen gesperrt ist. Theoretisch könnten wir auch nachts zu den Fällen, davon wurde uns aber wegen den wilden Tieren abgeraten. Es wurden in der Nähe Jaguare mit Jungtieren gesichtet, deshalb sollte man nachts lieber nicht herumschleichen.

Jetzt geht’s weiter nach Curitiba, eine Grossstadt im Süden Brasiliens.

Bordleben

Zusammengefasst kann man das Bordleben auf der Sirena als gemütlich-gediegen beschreiben. Keine laute Musik, keine nervigen Durchsagen, wenig Unterhaltung und keine Passagiere unter 60 Jahren.

Wir haben durchwegs positive Erfahrungen gemacht, einzig die unverschämt überteuerten Ausflüge haben uns wirklich gestört. Aber heutzutage können diese einfach und direkt im Internet bei den lokalen Anbietern gebucht werden. In Recife wie auch in Rio wurden wir am Pier oder Hotel von unseren Guides abgeholt und rechtzeitig wieder zurückbegleitet, kein Stress, kein Warten, kein Anstehen. Es lohnt sich wirklich.

Recife im Abendlicht
Die Sirena in Recife

Bei der Oceania gibt es auch keine nervigen Fotografen, die bei jeder Gelegenheit und jedem Landgang versuchen, dich mit Hulamädchen, Piraten oder sonstigen Clowns abzulichten, auch das Captain‘s Dinner fällt weg. Man braucht also keinen „Tschope“ (sprich Sakko) mitzuschleppen.

Auch als positiv zu erwähnen ist, dass pro Stateroom bis zu sechs Flaschen Wein 🍷 mit an Bord genommen werden dürfen. Trinkt man es in der Kabine fällt kein Zapfengeld an. Auch haben wir bei den Ausflügen jeweils problemlos zwei Flaschen lokales Bier mit an Bord genommen, niemand hat sich daran gestört.

Relaxen beim Whirlpool

Die Oceania ist bekannt für die gute Küche und den guten Ruf hat sie sich verdient. Außer dem großen Dining Room und dem Selbstbedienungsrestaurant – wo aber nicht selber geschöpft wird – gibt es noch zwei Spezialitätenrestaurants. Eine Reservierung ist erforderlich, einen Aufpreis bezahlt man nicht. Außer dem Alkohol ist eigentlich alles inbegriffen, Mineralwasser, Softdrinks, Kaffee – Baristakaffee! Ich find den Namen echt blöd, aber scheinbar verstehen dann alle, dass es sich dabei nicht um den Melitta Filterkaffee handelt.

Ich habe nie in meinem Leben soviel Hummer gegessen, den gibt es in allen Variationen. Die Oceania scheint eine eigene Zucht zu haben, es werden Tonnen verarbeitet. Für Hummerliebhaber ist die Oceania das Paradies. Ich habe für eine Weile genug.

Drei Wochen Oceania…….. 😩😩😩

Den Afternoon Tea haben wir übrigens nur einmal besucht. In Fortaleza sind wir an Bord geblieben und konnten so ohne Stress einen Tisch ergattern.


Die Skyline von Fortaleza

Sonnenaufgang bei der Einfahrt in der Guanabarabucht

Rio und die Escadaria Selarón


Rio vom Corcovado aus gesehen

Auf und vor allem um unzähligen Hügeln gebaut, mit der Guanabarabucht im Osten und den kilometerlangen Sandstränden des Atlantiks im Süden, schöner als Rio de Janeiro kann wahrscheinlich keine Stadt der Welt liegen. Keine hat ein schöneres Panorama.

So schön!
Der darf natürlich nicht fehlen…..
Das Museu de Arte Contemporáneo in Niterói
Der Architekt Oscar Niemeyer wurde 104 Jahre alt und hat bis zu seinem Tod gearbeitet

Doch von Nahem betrachtet sieht man viel Hässliches, nicht die Favelas, die haben wir nicht besucht, sondern die vielen neueren Bauten, lieblos hingeknallt und potthässlich. Viele der älteren Gebäude wirken verwahrlost und benötigen dringend einer Sanierung, aber, und dies möchten wir wirklich hervorheben, Rio und auch die anderen von uns besuchten Städte wir Recife und Olinda können es in Punkto Sauberkeit mit jeder Schweizer Stadt aufnehmen. Für uns ist das die grösste Überraschung.

Wir haben Glück gehabt, noch in Florida haben wir gelesen, dass einer der Autoren von der Stefan Loose Reiseführer-Reihe „Brasilien“ in Rio lebt und auch Führungen anbietet. Also haben wir ihn kurzerhand für zwei Tage gebucht und es keinen Moment lang bereut. Mit ihm sind wir zu den schönsten Aussichtspunkten gefahren, haben urige Kneipen besucht, sind durch verschiedene Quartiere geschlendert und haben unheimlich viel über Rio und Brasilien erfahren. Sollte irgendjemand von euch nach Rio kommen, einen Tag mit Helmuth Taubald „rio-Insider.com“ ist wirklich jeden Real wert. Es kostet nicht mehr als eine Führung mit 35 anderen in einem unterkühlten oder überhitzten Bus – es scheint ja keine goldene Mitte zu geben – und mit Helmuth liegt die Chance, vorne beim Chauffeur zu sitzen bei 50%! Sogar bei 100% falls ihr euren Partner/In im Griff habt. Nur so nebenbei: ich saß hinten 😏😏😏

Mit ihm haben wir auch die “Escadaria Selarón” besucht, viele werden sie als die Fliesentreppe von Santa Teresa oder so kennen.

Bild aus dem Internet
Einsiedeln neben ACDC

Der chilenische Künstler Jorge Selarón zog 1983 nach Rio und begann 1990, die eher triste Treppe vor seinem Haus im Quartier Santa Teresa mit Fliesen zu verschönern. Nach und nach verwandelte er die 250 Stufen in ein gewaltiges Mosaik. Mit seinem Projekt wurde er immer bekannter und durch seinem Auftritt in einem Snoop Dogg Musikvideo wurde er weltberühmt. Bis zu seinem Tod 2013 war er damit beschäftigt, die ihm geschenkten Fliesen aus aller Welt in „seine“ Mosaiktreppe einzuarbeiten.

Bis heute ist sein Tod ein Rätsel, Mord oder Selbstmord? Er litt unter Depressionen, hatte aber auch Schwierigkeiten mit dem örtlichen Drogenboss, weil er sich weigerte Schutzgeld zu bezahlen. Geschichten und Gerüchte gibt es viele, die Wahrheit werden wir wohl nie erfahren.

Selarón hat mehr als 35000 mal das Bild einer hochschwangeren schwarzen Frau gemalt, 300 davon sind als Fliesen in der Treppe eingearbeitet.
Anflug auf Rio – im Hintergrund die Brücke nach Niterói

Morgen fliegen wir weiter nach Iguazú, gewaltige Wasserfälle erwarten uns. Zur Einstimmung regnet es jetzt hier in Rio, die Abkühlung tut gut. In den letzten Tagen sank die Temperatur auch nachts nicht unter 28 Grad.

Der Amazonas

Nach sieben Tagen auf dem Amazonas verlassen wir heute diesen Fluss der Superlative und fahren wieder aufs offene Meer hinaus. Eigentlich hatten wir nie das Gefühl, auf einem Fluss zu sein, zu breit und gewaltig fließt der Amazonas Richtung Meer. Dieser Strom mit seinen rund 1.100 Nebenflüssen bildet ein gigantisches Flusssystem. 20 % des Süßwassers der Erde fließen mit dem Amazonas in den Atlantik. Damit ist er mit Abstand der mächtigste Fluss der Erde, aber ob er auch der längste ist, darüber streitet man sich noch. Im Jahr 1980 wurde eine Länge von 6788 km gemessen, der Nil kam „nur“ auf 6671 km – aber eben, einig ist man sich da nicht.

Wer diesen Fluss wirklich erleben will, muss sich mit Zeit, viel Geduld und einem Moskitonetz rüsten und es sich auf einem der typischen Amazonasschiffe bequem machen. Von Iquitos aus, einer 350‘000-Einwohner Stadt im Norden Perus, bis zur Atlantikmündung könnte man so 3’700 km auf dem Flussweg zurücklegen. Von einem Schiff zum nächsten wechseln, immer wieder für kurze Zeit in einem dieser Orte verweilen, die nur mit Schiff oder Flugzeug zu erreichen sind…..  das wäre wirklich etwas für Abenteurer. Für uns nicht mehr ganz das Richtige, wir schlafen lieber in einem Bett als in einer Hängematte auf Deck 😎

Ausflug auf einem der vielen Nebenflüsse
Leben am Fluss
Das blaue Haus ist die Kirche
Um sich dem Wasserstand anzupassen sind die Häuser entweder auf Pfähle gebaut oder schwimmen auf dem Wasser
Fast 30 km lang fließen der Amazonas und der Rio Negro friedlich nebeneinander bis sie sich vermischen

Leider behält die Farbe des Amazonas die Oberhand
Der Hafen von Manaus am Rio Negro
Brücke über dem Rio Negro
Santarém
Alter do Chao am Rio Tapajos bei Santarém
Heutige Stimmungen am Delta – der Amazonas ist hier über 300 km breit!
Einfach nur schön

En guete Start i die neui Wuche!

Mit der Sirena von Miami nach Rio de Janeiro

Die Oceania Sirena
Unsere Route

Wir haben gestern unser gemütliches Nest in Pass-a-Grill verlassen und werden morgen unsere Kabine auf der Sirena beziehen, die für 22 Tage unser neues Zuhause sein wird.

Die Sirena ist mit 684 Passagieren ein relativ kleines Schiff, das Unterhaltungsangebot hält sich hier in Grenzen. Dafür kann die Sirena kleinere Häfen anlaufen und – für uns DAS Verkaufsargument – den Amazonas befahren. Und auch noch sehr wichtig, die Schiffe der Oceania sind bekannt für die gute Küche. Freu mich jetzt schon darauf, die Hosen nicht mehr zuzukriegen😩😩😩😩

Den heutigen Tag haben wir in Miami Beach verbracht, allerdings haben wir diesen nicht am Strand vertrödelt – schöner als der in Pass-a-Grille ist ja sowieso keiner hier in Florida – sondern sind stundenlang durch die Stadt gebummelt und haben uns die vielen Art-Deco Gebäude angesehen und fotografiert! Man kriegt einfach nicht genug. Nachfolgend ein paar Fotos, wahrscheinlich zu viele:

Miami BEACH trägt den Namen zu Recht

Nur noch ein Bild:

Soll ein Witz sein, der Hund ist nicht echt

Und noch das allerletzte Foto:



Es ist unheimlich spannened, hier in Miami Beach durch dir Straßen zu schlendern und der bunten Menschenmenge zuzugucken, es gibt fast nichts, was da nicht zur Schau getragen wird. Manchmal ist es witzig, manchmal erstaunlich und manchmal einfach nur grauenhaft! Aufnahmen haben wir keine gemacht, da müsst ihr schon mal selber in den Flieger steigen.

Und jetzt verabschieden wir uns wieder für eine Weile von euch, keine Ahnung wie und ob überhaupt ein Internet auf der Sirena verfügbar ist.

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