Die Fläche des Nationalparks umfasst rund 2420 km². Er ist durchzogen von hohen Bergen, Gletschern, Fjorden und großen Seen.
Die „Torres del Paine“, drei nadelartige Berge aus Granit, sind das Wahrzeichen des Nationalparks und zwischen 2600 und 2850 m hoch. Der höchste Berg im Park, der Cerro Paine Grande, ist rund 3050 m hoch.
Die Torres Del Paine
Dieses grandioses Panorama macht den Park zu einem der meistbesuchten Patagoniens. Karawanen von Trekkern machen sich täglich auf die Wanderung zum Aussichtspunkt Mirador las Torres, viele davon sind schon im Morgengrauen vom rund 120 km entfernten Puerto Natales aufgebrochen.
Äusserst unaufgeregt verlief die gestrige Weiterfahrt nach Puerto Natales. Als wir um sieben Uhr von unserer Unterkunft in Puerto Varas zum Flughafen Puerto Montt gefahren sind, lag noch ein leichter Nebel über dem Boden.
Ohne Verspätung, obwohl das Boarding 25 Minuten später als geplant angefangen hat, ist unser Flug gestartet. Schon mehrmals ist uns das schnelle und vor allem geordnete Boarding hier in Südamerika aufgefallen. Wahrscheinlich weil streng nach Gruppen geladen wird, wer sich vordrängt oder falsch ansteht wird sofort zurück geschickt.
Drei Wochen später als geplant sind wir endlich in Chile angekommen. Aus gesundheitlichen Gründen mussten wir u.a. den Teil unserer Reise auf der Carretera Austral durch das chilenische Patagonien streichen. Schade, denn die Fahrt auf der Carretera führt durch eine der schönsten Landschaften Südamerikas mit einer noch unberührten Wildnis.
Die letztjährige Erfahrung im südlichen Afrika hat uns bestätigt, dass wir lieber langsam unterwegs sind und nicht möglichst viel in möglichst kurzer Zeit besichtigen müssen. Deshalb hatten wir nur den nördlichen Teil der Carretera eingeplant. Das sind ca. 700 km in 15 Tagen, von Balmaceda nach Puerto Montt. Vielleicht ergibt sich irgendwann die Gelegenheit, diese Fahrt nachzuholen.
Seit gut einer Woche sind wir wieder zuhause. Erst jetzt haben wir richtig Zeit, unsere Eindrücke zu verarbeiten und ein wenig zur Ruhe zu kommen. So eine Reise ist wirklich kein Urlaub! Über 11‘000 km haben wir in 61 Tagen zurückgelegt, viel Eindrucksvolles und Schönes gesehen. Aber auch viel Armut. Die Folgen der Apartheid und Kolonialisierung sind noch lange nicht überwunden. In Namibia besitzt eine weisse Minderheit ca. 70 % des Farmlandes. In Südafrika besitzen die Weissen noch immer zwei Drittel des Landes. Eine Landreform wäre bitter nötig doch ist mit vielen Schwierigkeiten verbunden.
Langebaan, Western Cape, SA
Würden wir uns nochmals auf solch einer Reise einlassen? Jein! Mit Seabridge ein ganz klares ja, z.B, Japan oder die Baja California. Aber ganz ganz sicher nicht mehr länger als drei bis vier Wochen. Länger ist das Reisetempo für uns einfach zu ermüdend. Zu viele Eindrücke zu schnell aufeinander. Nicht alle fühlen wie wir, z.B. die Panamericana mit 200 Tagen wird nächstes Jahr gleich dreimal durchgeführt!
Trotz des für uns ungemütlichen Reisetempos, wir möchten keinen Tag missen! Es war eine unvergesslich schöne, eindrucksvolle und gut organisierte Reise. Hier noch ein paar (viele) Bilder….
Tief beeindruckt hat uns die Salzpfanne des Sossusvlei, die Teil des Namib-Naukluft-Nationalparks ist. Sie liegt in der Mitte des Parks in der gut 32.000 Quadratkilometer großen Namibwüste und beherrscht die gesamte Küstenlandschaft Namibias zwischen dem Kuiseb Canyon im Norden und dem Koichab-Fluss im Süden bei Lüderitz. Nachdem im Laufe der Zeit dem Park immer mehr Gebiete hinzu geordnet wurden, ist er mit nahezu 50.000 Quadratkilometern Afrikas größter Nationalpark.
Die Spitzkoppe ist eines der meist fotografierten Motive Namibias. Der 700 m hohe Inselberg erhebt sich unvermittelt aus einer relativ flachen wüstenartigen Landschaft. Schon von weitem ist diese imposante Erhebung auszumachen. Wegen ihrer markanten Form bezeichnet man die Spitzkoppe auch als das Matterhorn Namibias.
Doch der Weg dahin ist beschwerlich. Von der Hauptstrasse führt eine 30 km lange Schotterpiste zu den Camps inmitten dieser wunderbaren Natur. Vom Mensch und Fahrzeug wird einiges abverlangt, es rüttelt und schüttelt, dann knallt wieder etwas auf den Boden… kaum aufgeräumt, geflickt und erholt geht’s am nächsten Tag wieder die gleiche Strecke zurück. Uns ist bei einer Bodenwelle unbemerkt die Kühlschranktüre aufgesprungen, fast der gesamte Inhalt hat sich auf dem Boden ausgebreitet. Und man glaubt es nicht, die Eier haben den Sturz unbeschadet überstanden. Diese Eierschalen müssen aus Zement sein!